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Hessisches Kochbuch
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Nützliches Allerlei.

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Gäste sich vermindert haben. Nötigenfalls wiederholt man esvon Zeit zn Zeit und die kleine Mühe wird sich sicher belohnen.

949. Drittes Mittel.

Man mischt an der Luft zersallnen ungelöschten Kalk, derjedoch uoch kräftig sein muß mit gestoßnem Zucker und Mehl,streut dieses auf ein flaches Gefäß und fetzt ein anderes dergleichenmit Wasser daneben. Ersteres muß aber oft erneuert werden, dadie Feuchtigkeit des Kellers den Kalk löscht, und daher unwirksammacht.

950. Viertes Mittel.

Weizen- oder Welschkornmehl vermischt man mit etwas Butter,thut 12 Tropfen Anisöl hinzu, macht Kugeln daraus, undthut diese in die Fallen. Dieselben sind sehr reizend für dieRatten.

931. Pulver gegen die Bräune der Schweine.

Antimonium für 1 Sgr., Salpeter für 8 Heller, Lorbeeren,Schwefel, Alaun und Augelika-Wurzel, von jedem für ebenfalls8 Heller, und Schlangenpulver für 1 Sgr. Dieses alles feinpulverisirt, mit sauerer abgeschmaudeter Milch vermischt uud denSchweinen Morgens früh nüchtern zn fressen gegeben. Es istdieses ein sehr probates Präservativ und für 23 Schweinehinreichend.

952. Das Begießen mit gesäuertem Wasser.

Dieses ist für Blumenfreunde ein sehr gutes Mittel, ihreGewächse gegen Würmer, Käfer und namentlich Scolopendern zuschützen, indem diese bald nachdem das Erdreich damit begossenoder auch nur reichlich bespritzt worden, häufig heraus kommenund auf der Oberfläche sterben; auch ist es ein sehr gutesDüngungsmittel für die Gewächse in Töpfen sowohl, als imFreien und wird auf die wohlfeilste Art bereitet, indem man in1 Maas Wasser nach und nach 1 Loth Vitriolöl tröpfelt und esgehörig damit vermischt.