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Hessisches Kochbuch
Entstehung
Seite
256
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256 Verschiedenes anderes Backwerk.

unter einander und spritzt dann noch so viel frisches Brunnenwasserdarauf, daß es einen mäßig steifen Teig giebt, der sich gut wellenläßt und nicht an das Wellholz anklebt. Hat man ihn nun solange durchgearbeitet und hernach ausgewellt, während welcherArbeit man immer dünn Mehl dazwischen streuen muß, so daß errecht zähe ist, so nimmt man die Butter aus dem Wasser oderEise und drückt sie zwischen Tüchern, damit alle Feuchtigkeit herauskomme, jedoch nicht zwischen den Händen, weil sie sonst warmwürde. Dann wellt man den Teig etwa 1 Finger dick aus, legtdie Butter etwas auseinander gedrückt darauf, schlägt den Teigvon beiden Seiten darüber, wendet das Ganze um, so daß, wasoben auf lag, nach unten zu liegen kommt, uno wellt es nun,nachdem man etwas Mehl darüber gestreut hat fund damit auchwährend dem weiteren Auswellen zum Verhüten des AnHängensfortfährt), so dünn als möglich aus, doch darf man nnr von sichweg den Teig treiben und das Wellholz nicht wieder nach sichzurück ziehen. Ist die Platte nun recht dünn ausgetrieben, soschlägt man die beiden schmalen Ende übereinander, kehrt siewieder von oben nach unten um, und legt sie so, daß nnn derTeig quer über, den andern Weg nach, ausgewcllt wird. Wenner jetzt wieder ganz dünn auseinander getrieben ist, so schlägtman ihn nun statt von jeder Seite einfach zusammen, nun doppeltübereinander, dreht und kehrt ihn wieder um wie zuvor, welltihn wieder auseinander, und wiederholt dieses noch zweimal, dochschlägt man ihn jetzt nur einfach zusammen, wendet ihn aber immer,das obere zu unten, und legt ihn, so daß die offenen beiden Seitenden langen Weg von einem fort und nach einem zu, zu liegenkommen. Nun wellt man ihn zu dem beliebigen Gebrauch aus,muß aber beim nachherigen Backen darauf sehen, daß der Ofengehörig heiß sei, da er sonst platt und fest bleibt. Auch muß derTeig nach jedesmaligem Zusammenschlagen etwas ruhen, damitderselbe die Buttertheile erst gehörig anziehen könne.

741. Andere Art.

1 Pfd. Mehl, 20 Loth Butter, ^ Schoppen sauern Schmand,1. Ei und 3 Löffel voll kaltes Wasser. Von der Butter läßt