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Hesen-Backwerk.
er gahr ist, einige Eidotter darunter und läßt ihn erkalten; streichtihn dann den anderen Tag auf oben beschriebenen Hefenkuchen, be-legt ihn nicht zu sparsam mit zerpflückter Butter, die aber rechtfrisch sein muß, und bestreut ihn, sobald er aus dein Ofen kommt,stark mit Zucker und Zimmt. — Eben so macht man es mit Griesoder auch mit feinem Weizenmehl, nur mit dem Unterschiede, daßman von beidem so viel unter die Milch rührt, als nöthig ist,damit es einen recht dicken Brei gebe, wozu mau auch etwas Salzthut. Ist es kalt, so rührt man H Pfd. Butter zu Schmandund dann den gekochten Brei nach nnd nach darunter, so wie auch10-12 Eidotter, abgeriebene Zitronenschaale, den nöthigen Zucker,und wenn man will, einige Loth süße und einige bittere gestoßeneMandeln. Zuletzt zieht man das zu Schnee geschlagene Weißevon einigen Eiern darunter, streicht es dann auf den ausgewelltenKuchen, bestreicht es oben mit geschmolzener Butter, und streut,so bald er aus dem Ofen kommt, Zucker und Zimmt darüber.
78k. Rosen-Kuchen.
Von 3 Pfd. Mehl, 2 Pfd. Butter, 9 ganzen Eiern nnd9 Eidottern nnd ungefähr 1 Weinglas voll guter frischer Hefemacht man einen steifen Teig, schlägt ihn in ein Tuch und läßtihn entweder die Nacht über liegen, oder macht man ihn frühMorgens, so läßt man ihn 3—4 Stunden an einem kühlen Ortstehen, wellt ihn dann Daumensdick aus, streut Zucker, Zitronat,gehackte Mandeln und große und kleine Rosinen darüber her, schneidetihn in 3 Finger breite Streifen, wickelt diese wie ein Schneckenhausauf, setzt sie so rund an einander auf ein mit Butter bestrichenesBackblech oder in eine flache Kuchenform, läßt sie aufgehen undbäckt sie gehörig. Auch kann man Zucker, Mandeln :e. in den Teigselbst thun, dann statt ihn auszuwellen, Kugeln wie ein mäßigerApfel groß, daraus formiren, diese ans das Backblech setzen, miteinem schmalen Messer von der Mitte aus rund herum wie einSchneckenhaus sie einschneiden, doch so daß es unten zusammenbleibt, dann aufgehen lassen und backen. Sie sind besser warm,als kalt zn essen.