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Hessisches Kochbuch
Entstehung
Seite
234
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Kleines Backwerk.

es gahr ist, werden Streifen davon geschnitten, und noch warmüber ein rundes Holz gebogen.

668. Hvbelspäne.

Man nimmt so viel Mehl, als 5 Eier schwer sind, und ebenso viel Zucker, rührt diesen mit ö Eiern ^ Stunde nnd thut danndas Mehl dazu, wärmt dann ein Blech im Ofen, überstreicht esmit Wachs oder ungesalzener Butter, wischt es wieder leicht ab,und läßt es erkalten. Dann streicht man obige Masse darauf,und seht es in den heißen Ofen. Ist dieselbe nun halb gahr, so.schneidet man 1 Finger breite Streifen davon, löst sie vom Blechlos, und läßt sie noch backen, bis sie schön gelbbraun sind, woraufman sie eins nach dem andern um ein Daumen dickes Holz wickelt,von dem man sie dann abschieben kann.

669. Weiße Hobelspäne,

Man nimmt recht fein geftoßnen Nafinat-Zuckcr, macht davonmit Zitronensaft und Eiweiß eine steife Glasur (siehe Nr. 649),streicht sie auf 2 Finger breite und 1 Fiuger lauge Streifen vonweißer Oblate, hält sie auf einer Gabel über Kohlen, damit siesich leichter rund biegen lassen, wobei man etwas nachhilft, undlegt sie dann zum Trocknen an einen warmen Ort, wenn möglichauf ein Sieb.

670. Zitronen Hobelspäne.

Zu diesen reibt man die Schaale von einigen Zitronen aufdem Zucker ab, und verfährt übrigens wie oben gesagt.

671. Rothe Hvbelspäne.

Statt des Zitronensafts nimmt man zu diesen Berbcritzensaftund nur wenig Eiweiß.

672. Gelbe Orange-Hobelspäne.

Hierzu reibt man statt der Zitronenschaale die von Orangenauf dem Zucker ab, und verfährt übrigens wie oben angegeben.