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Hessisches Kochbuch
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Compots und dergleichen.

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Saft läßt man mit einem kleinen Zusatz von Gelatine noch etwaseinkochen, und gießt ihn dann über die Kirschen.

898. Compot von Apfelsinen.

Dieselben werden rein abgeschält, doch so, daß das untersteHäutchen ganz bleibt, und dann vorsichtig in die von der Naturgebildeten Theilchen getheilt. Diese werden dann auf die Tellerrangirt und der bis zum Spinnen geläuterte Zucker etwas verkühltdarüber gegossen.

399. Aepfel-Brei.

Nachdem man die Aepfel, wozn man jedoch keine Süßäpfelnehmen darf, geschält, vom Kernhaus befreit und in Stücke ge-schnitten hat, kocht man sie mit Wein, etwas ganzem Zimmt undZitronenschaale kurz ein und rührt sie fleißig um, damit sie möglichstzerfallen, treibt sie durch ein nicht gar zu feines Sieb, thut etwasWein, Zucker und Zitronensaft, auch wenn man will, gewascheneund auf einer verzinnten Blechplatte unter fleißigem Umrühren aufdem warmen Heerde gequellte Korinthen dazu, und richtet es ineiner Compottiere an, worauf man es nach Belieben mit gehacktenMandeln, oder auch mit in Butter knupprich gerösteten Roggen-brodkrumen oder etwas dick mit Zucker bestreuen, nnd mit einerheißen Schaufel glaciren kann. Man kann auch ein Eiweiß zuSchnee Magen und dieses vor dem Anrichten unter den Brei ziehn.

400. Gebackener Aepfel-Brei.

Zn diesem bereitet man denselben ganz wie in der vorigen Nr.beschrieben worden ist. Nachdem man ihn in die Compottiere ge-gossen, nimmt man ^ Schoppen sauern Schmand, 34 Eidotter,ein paar Loth süße Mandeln, einen kleinen Löffel voll gestoßenenZucker, geriebene Zitronenschaale, etwas fein gestoßnen Zimmt, rührtalles wohl durcheinander, schlägt das Weiße von den Eiern zuSchaum, rührt diesen mit nnter den übrigen Gnß, und giebt esüber den glatt gestrichenen Aepfelbrei, worauf man es mit einemeisernen Deckel mit glühenden Kohlen bedeckt, und blos von obenschön gelb backt.