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Hessisches Kochbuch
Entstehung
Seite
16
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Suppen.

44. Erdbeer- oder Himveer-Kalteschaale.

Nachdem die Erdbeeren oder Himbeeren gelesen und gewaschensind, streut man ziemlich viel gestoßenen Zucker darüber und be-sprengt sie mit Rum; so läßt man sie zugedeckt eine Stunde stehen,worauf man so viel nöthig, Wein darauf gießt und es wegenZucker versucht. Wenn man will, kann man anch, ehe man denZucker stößt, denselben auf Zitronen abreiben, auch etwas kleingebrochenen Zwieback hinein oder dabei herum geben, oder kleineBisquits.

43. Kalteschaale von Apfelsinen.

Man reibt von 23 Apfelsinen die gelbe Schaale auf Zuckerab, schält sie dann so, daß dieselben ganz von allen schaaligenTheilen befreit sind, löst die Scheiben recht snbtil von einander,legt sie in ein Gefäß von Porzellan oder Glas, streut den obigenZucker, recht sein zerstoßen, darüber, sticht sie ganz gelinde, damitderselbe etwas feucht werde und besser einziehe, und läßt es so einpaar Stunden zugedeckt stehen. Dann gießt man ^ rothen Weinund ^ Wasser dazu, rührt es wohl um, versucht es wegen Zucker,deckt es wohl zu und läßt es zusammen noch eine Zeitlang ziehen.Sehr angenehm schmeckt es, wenn man die gelbe Schaale von 1bittern Pomeranze ganz dünn abschält uud etwa 1 Stunde mitm dem Wein ziehen läßt, worauf sie vor dem Auftragen wiederherausgenommen wird.

4K. Wein-Milch.

Acht Eidotter und ein wenig feines Mehl, werden mit demSchneebeschen zusammengeschlagen, dann nach und nach 2 Schoppenfrische Milch und 1 Schoppen weißer Wein dazu gegossen, Zuckerund darauf abgeriebene Zitronenschaale daran gethan, auf demFeuer bis zum dicklich werden unter beständigem Rühren stehen,und dann erkalten lassen.

47. Schnee-Milch.

Auf 1^ Maas (6 Nößel oder Schoppen) recht guter Milch,reibt man die Schaale von 1 Zitrone auf Zucker ab, läßt dieses