Suppen.
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durch ein Haarsieb getrieben, Wein und Zucker dazu gethan undnoch einmal aufgekocht, worauf es mit 2 Eigelb abgerührt undüber in Butter geröstete Semmel-Würfelchen angerichtet wird.
36. Suppe von frischen Kirschen.
Man nimmt hierzu nach Verhältniß der Menge Suppe,welche mau haben will, säuerliche Kirschen oder von einer rechtdunkeln andern Sorte, zerdrückt sie in einem irdenen Gefäß, läßtden Saft durch ein Sieb ablaufen, und stößt in dem Zurück-gebliebenen die Steine in einem Mörser entzwei. Dann schmilztman etwas feines Mehl in Butter gahr, thut die zerstoßenenKirschen nebst dem Saft dazu, läßt sie unter beständigem Rührenein wenig mitdurchschwitzen, gießt hierauf 3 Theile Wasser und 1Theil Wein daran, thut etwas gestoßenen Zimmt, uud das ab-geriebene Gelbe von ^ Zitrone dazu, und läßt es zusammen kochen,bis die Kirschen so weich sind, daß sie durch das Haarsieb ge-trieben werden können. Hierauf versüßt man es nach Beliebenmit Zncker, läßt es wieder heiß werden, und richtet es über inButter geröstete Semmel-Würfelchen an.
37. Suppe von Hollunder- (Flieder-) Beeren.
Diese kann sowohl von frischen als von getrockneten Beerengemacht werden. Man bringt sie mit gehörigem Wasser, (etwaim Verhältniß, wie solches im vor. Art. angegeben) aufs Feuer,thut in kleine Stücke gebrochnen Zimmt, einige Nelken undZitronenschaale dazu, und läßt es kochen, bis die Beeren so weichsind, daß sie durch ein seines Sieb getrieben werden können.Dann giebt man die im vor. Art. angegebene Quantität rothenWein hinzu, und den zur gehörigen Versüßnng nöthigen Zucker,läßt es damit wieder kochend heiß werden, und legt mittlerweilezu steifem Schnee geschlagenes Eiweis mit Zucker und abgeriebenerZitronenschaale vermischt, löffelweise darauf, läßt es aber nur eineganz kurze Zeit damit auf dem Feuer, weil es sonst hart undzähe wird. Dann nimmt man es mit dem Schaumlöffel heraus,richtet die Suppe an, und legt dann die Eiweisklöschen wieder darauf.