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Neue Baukunst in den Rheinlanden : [eine Übersicht unserer baulichen Entwicklung seit der Jahrhundertwende]
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Essen Margaretenhöhe.

Blick auf die Brücke und das Torhaus; vgl. Bild S. 75. Erbaut 1909/10. Architekt Georg Metzendorf.

passung an die Gegebenheiten des Geländes waren damals, als Friedrich AlfredKrupp das Siedlungswerk des Vaters übernahm, in Süddeutschland viel lebendigerals in Norddeutschland. Süddeutschland war auch nicht in dem Maße von der Ent-wicklung der letzten Jahrzehnte mitgenommen worden, wie Norddeutschland, vorallem der industrielle Westen, und hatte noch vieles seiner alten unberührtenKleinstadtpoesie. Ein Mann wie der Württemberger Robert Schmohl war daher fürdas, was Friedrich Alfred Krupp vorschwebte, schon die richtige Persönlichkeit.Er berief auch seine Mitarbeiter Henning, Leikert, Regierungsbaumeister Schar-schmidt, heute Leiter der Kruppschen Bauverwaltung, Schneeganz und Seiffert ausSüddeutschland oder von süddeutschen Technischen Hochschulen. Auf unserenTechnischen Hochschulen kam der Gegensatz Nord- und Süddeutschland, was dieWiederbelebung alter Volkskunst anbelangt, ebenfalls zum Ausdruck: Charlotten-burg und Hannover mit-seiner Backsteingotik einerseits, andererseits Stuttgartund München. Wie weit es nun diesen süddeutschen Baukünstlern der KruppschenBauverwaltung, dann den Süddeutschen, die später am Niederrhein ein reichesFeld baukünstlerischer Betätigung fanden Paul Bonatz-Stuttgart, Adolf Abel-Köln, Martin Elsässer-Frankfurt a. M., Alfred Fischer-Essen, Georg Metzendorf-Essen u. a. gelang, sich mit der Überlieferung altniederrheinischer Volkskunstund den so ganz anders gearteten landschaftlichen, klimatischen und menschlichenVoraussetzungen abzufinden, darauf komme ich noch zu sprechen. Hier will ich, alsRheinländer und Norddeutscher, nur gesagt haben: ich verstehe es aus den da-maligen Verhältnissen heraus sehr wohl, daß man für die künstlerische Ausführungder letzten hochherzigen Stiftung des Hauses Krupp, nämlich die Stiftung der FrauFriedrich Alfred Krupp vom Jahre 1906 zum Bau der Siedlung Margareten-höhe, 1909 abermals auf einen süddeutschen Baukünstler zurückgriff, auf denHessen Georg Metzendorf.

Was Alfred und Friedrich Alfred Krupp zielbewußt aus sozialem Empfindenund mit innerster menschlicher Anteilnahme für die Werkangehörigen geschaffen