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Neue Baukunst in den Rheinlanden : [eine Übersicht unserer baulichen Entwicklung seit der Jahrhundertwende]
Entstehung
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XII.

Edmund Körners Börse am Bahnhofsplatz zu Essen von 1925 geht eben-falls von schwierigen Geländevoraussetzungen aus (Bild S. 132135). Ja, mankönnte fragen, war der Platz bei den starken Verkehrsverhältnissen am Bahnhofüberhaupt für einen solchen Bau geeignet? Schon der breite Bau des Handelshofsvon Karl Moritz der Bahnhofsfassade gegenüber drängt sich zu sehr in den Platzvor, und die Post an der einen Schmalseite hat bereits ein Einsehen für die nicht ein-fachenVerkehrsverhältnisse; ihr Um-und Ausbau zieht daher die Fassade etwas ausdem Platz zurück. Körner hatte anfänglich einen anderen Bauplatz für die Börse imAuge. Als aber nun der Bahnhofsvorplatz gewählt wurde, hat er bei der ihm eigenengeschickten Geländeausnutzung das bestmöglichste aus den gegebenen Verhält-nissen geschaffen. Grundrißliche Gestaltung, ich sagte das bereits oben, ist Körnersbesondere Begabung, und das ist kein geringes Kompliment für einen Baumeister!Das Gelände der Börse ein zum Bahnhofsvorplatz spitzwinkeliges Dreieck. Wie damit einer nur zehn Meter zählenden Fassade sich behaupten gegenüber Bahnhofs-und Handelshoffassade? Eine andere Schwierigkeit, dieselbe, die Körner in Essenbeim Bau seiner monumentalen Synagoge hatte und die er dort ebenfalls meister-haft durch grundrißliche Anordnung und räumliche Ausnützung überwunden hat:die beiden, die Langseiten des Dreiecks einrahmenden Straßenzüge haben ver-schiedenes Niveau. Die Bilder der Börse, von der Hansastraße und der abfallendenBachstraße aus gesehen, zeigen den Unterschied, der an der tiefsten Stelle drei

Essen Börse.

Ansicht aus der Hansastraße. Vgl. Bild S. 132 u. 134. Erbaut 1925. Architekt Edmund Körner.