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Neue Baukunst in den Rheinlanden : [eine Übersicht unserer baulichen Entwicklung seit der Jahrhundertwende]
Entstehung
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VIII.

Der Backsteinbau ist zwar nicht das heimische überlieferte Baumaterial desindustriellen Ruhrlandes. Sein altes Gebiet ist Holland, der Niederrhein, dasMünsterland und das Jülicher und das Aachener Land. Das heutige Industrielandum Essen und Bochum pflegte den verputzten oder beschieferten Fachwerkbau. DasKruppsche Stammhaus, Alfred Krupps Vorbild für die von ihm geplante Garten-stadt, ist von oben bis unten beschiefert (Bild S. 45). Reicher ausgebildete Schiefer-häuser, wie die Fabrikantenhäuser im Bergischen Lande mit schmuckvoll ausge-bildeten Oberlichtern und Türen, hell gestrichen wie Fenster und Giebelrahmen undGesimse, wird das bescheidenere Ruhrland in dem Maße nicht gekannt haben 1 .Metzendorf suchte bei den ersten Häusern der Steilen Straße auf der Margareten-höhe Anschluß an heimische Schieferbauweise (Bild S. 77). Auch Schmohls Kon-sumanstalt auf dem Altenhof ist ein Schieferhaus (Bild S. 47). Im ältesten Teil derSiedlungen Altenhof, Alfredshof, Margaretenhof in Rheinhausen und der gleich-zeitig entstandenen Kruppschen Kolonien sehen wir andererseits ein bewußtes An-lehnen an den heimischen Fachwerkbau oder auch an englische Vorbilder (Bild

1 Richard Klapheck,Typen der Essener Baugeschichte. Vom Schiefer-, Putz-, Haustein-und Backsteinbau" i. d. Zeitschrift des Rhein. Vereins f. Denkmalpflege u. Heimatschutz, XXI, I,S. 90 ff.

Essen Margaretenhöhe.

Häuser an der Sommerburgstraße. Hauptverkehrstraße der Siedlung. Erbaut 1920.Architekt Georg Metzendorf.