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Leverkusen.Tablettenfabrik. Erbaut 1919. Architekt Emil Fahrenkamp.
XVIII.
Und nun zusammenfassend zum Beschluß meiner Bilanz. Eine Bilanz stimmtselten; eine Bilanz ist meistens „frisiert". Warum soll ausgerechnet meineBilanz stimmen? Es ist so vieles noch in Fluß, im Werden und Entstehen, wasman leicht als schon vorhandenen Aktivposten bucht. Wie ich selbst nach einigenJahren mich zu meiner Bilanz von 1928 stellen werde, weiß ich das heute? Nureines glaube ich bestimmt sagen zu dürfen: Wir sind dem Wesen baukünstlerischenGestaltens nähergekommen; wir verkehren viel intimer mit den großen Schöp-fungen der kunstgeschichtlichen Vergangenheit, als das 19. Jahrhundert und höreninniger die Musik klangvoller Verhältnisse des Parthenontempels zu Athen undMichelangelos Peterskirche zu Rom. Damit ist vieles schon erreicht gegenüber dem19. Jahrhundert! Daß sich der Kunstschreiber wieder vom schaffenden Künstlerbelehren läßt, daß dieser die Bevormundung der Gelehrsamkeit abgestreift hat,ist Zeichen der Besserung; daß 1914 Deutscher Werkbund und Heimatschutz sichin Köln zu einer gemeinsamen Ausstellung zusammenfanden, war erfreulichesSymbol; hoffnungsvolles Zeichen für die Zukunft, daß 1927 „Deutscher BundHeimatschutz", „Deutscher Werkbund" und „Verein Deutscher Ingenieure" ge-meinsam durch Dr. Werner Lindner ein Werk herausgaben, „Bauten der Technik.Ihre Form und Wirkung". Zweck und Form haben sich wiedergefunden.