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geld." Dann das klassischgewordene Wort vomJahre 1873, „25 Jahrenach meiner Besitzüber-nahme": „Der Zweck derArbeit soll das Gemein-wohl sein; dann bringtArbeit Segen, dann istArbeit Gebet!"
Die ersten KruppschenArbeiterkolonien gehenzurück auf das Jahr1861 1 ! Das Anwachsenvon Menschenmassen, diein schlechten und gesund-heitschädlichen Quartie-ren wohnten, die Unmög-lichkeit der Stadtverwal-tung, der entstandenenWohnungsnot zu steuern,und die durch Wohnungs-mangel gestiegenen Mie-ten waren Krupps Anre-gungen zu Wohnbauten 2 .Der Arbeiter sollte abernicht nur gut und billigwohnen 3 , der Arbeiter
sollte auch billig und gut leben können. So wurde 1868 das erste KruppscheWarenhaus, die „Konsumanstalt", eröffnet (Bild S. 26). Das waren ganz selb-ständig erdachte und damals Aufsehen erregende Unternehmungen. Von größterBedeutung für Alfred Krupps Pläne wurde dann sein Aufenthalt im Winter 1871in England. Angesichts der Wohnkolonien und Grünanlagen Shaws und deranderen englischen Baumeister (s. S. 14) und der Tätigkeit der Produktions-gesellschaften berief er sofort einen Stab von Baumeistern und Wirtschaftsprak-
Essen — Altenhof.
1 Die ältesten Kruppschen Siedlungen: 1861 Meisterwohnungen an der Hügelstraße, 1863Reihenhäuser Alt-Westend, 1871 Nordhof, Barackenbauten Kaupenstraße und Schederhof, Neu-Westend und Cronenberg. Zur Zeit besitzt die Firma 16000 Wohnungen für ihre Angestellten.
2 1830 zählte das Kruppsche Werk 10 Arbeiter; 1848, als Alfred Krupp das Erbe antrat, 72;1849: 107; 1861: 2082; 1871: 8810; 1873, im Jubiläumsjahre, 11 600; 1900 allein an Arbeitern25 952, an Gesamtangestellten 47 330, einschließlich Familienangehörigen 147 645; 1906 betrugdie Arbeiterzahl 35124 und 1910:37282. Die Zahl der Belegschaft vor dem Kriege 80000, Endedes Krieges 167000, davon 106000 in Essen; am 1. August 1927 noch 65000 Arbeiter undBeamte.
3 Heute noch steht trotz der veränderten Lebensbedingungen der Mietzins in KruppschenHäusern unter der Hälfte der in Privathäusern.