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Neue Baukunst in den Rheinlanden : [eine Übersicht unserer baulichen Entwicklung seit der Jahrhundertwende]
Entstehung
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losen Grundbegritfe alles Ku-bischen, die Urformen undfunda-mentalenAusdruckswerte desRaumes ergriff. Dieses Schaffenist nicht Archaisieren, nichtRomantik der Primitivität,sondern der Entschluß einesklaren undpositiven Geistes,eine neue Einheit von Logikund Schönheit zu gestalten... Mathematische Gesetzlichkeitzur Anschauung zu bilden, dasStoffliche nach optischen Harmo-nien und Rhythmen zu ordnen,ward auf solchem Wege ThemaBehrensscher Kunst und Raum-gestaltung, nach solcher Logik einBilden in den reinen kubischenGrundverhältnissen des Raumes,der ästhetischen Lebensfülle klarerRaumgesetzlichkeit! Dieses aberist nichts anderes als: TUTTAQUELLA MUSICA des LeoneBattista Alberti! ... NichtKlassizismus ist eine derar-tige Berührung der Prinzi-pien, nicht Aufnahme geprägter Formen, sondern lebendige Kunstim Geiste universaler Tradition des Formschaffens ... Die Klarheitund formale Energie dieser Kunst, ihre Wucht bleibt niemandem unempfun-den; das Allgemeingefühl aber vermag ihre kühle Intellektualität und dieStrenge ihrer künstlerischen Abstraktion sich schwer zu assimilieren . . . Daselementare und primäre, damit eigentliche Gestaltungsmittel der Architektur,auf der alle Suggestion von Raumgefühlen beruht, ist die Durchbildung vonRaumformen nach Ordnung und Maß, die Harmonie der Raummathematik ...Das Spezifische Behrensscher Kunst, ihr zentraler Wille ist dieEnergie, mit der er die Gestaltung auf die mathematische Grund-harmonie zurückführt ... Eine große Anschauung stimmt alle Wirkungenzur Einheit klaren Gefühls. Solchem Sinn strenger Zieleinheit wird der wichtigstealler Raumfaktoren das reine Maß, die mathematische Harmonie, sein. ...Nun ist zweifellos die eigentliche Grundform des Raumes, seine kristallinischeEinheit gleichsam, seine Euklidische Formel und Platonische Idee, der reineKubus. Diese intellektuelle Gesetzmäßigkeit überträgt der Künstler mit vollerEnergie der Logik in anschauliche Schönheit. Sein Einheitsmaß, sein Raumtaktwird der Kubus und seine Ableitungen ins Oblonge ... So wird das Gesetz der

Tempel zu Paestum.

Mitte 5. Jahrhunderts v. Chr. Proportionsschema für Quer-schnitt und Gebälk nach August Thiersch.