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3 (1883)
Seite
582
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582 WIESBADER GLOSSEN.

schätz 4, S. 104:) bezeichnet einen in Wolfsgestalt umherstreichen-den bösen Geist, Wütherich: hier ist der Name auf den Neun-tödter angewendet, weil er die Vögel erst aufspiesst, ehe er siefrisst. Vgl. Rechtsalterth. S. 396.733.985. Reinhart Fuchsxxxvn.Schmeller zu Muspilli 43. Benecke und Lachinann zu Iwein4924. Im Nordischen kommt die Zusammensetzung vealdgangaangels. vealdgenge vor. 285. rebestuchil steht in der Hand-

schrift zwischen onocratulus Schuwil und gallus Nazischo, sollalso der Name eines Vogels sein. Die Trier. Glossen 5, 16 habenrebestichil buprestis Stinkkäfer, und auch bei Nemnich kommtrebesticher curculio vor: man müsste demnach einen Irrthumdes Verfassers unserer Glossen annehmen. Vielleicht ist eineVerwirrung durch einen Abschreiber enstanden, onocratulus334 nämlich geht, wie bemerkt, unmittelbar voran, und da dieser(Sprachschatz 5, S. 367) horotühhil heisst, so kann Ungehörigeszusammengesetzt sein. 289. 1. holzdübä.

Die Bibliothek zu Wiesbaden bewahrt eine wohl im drei-zehnten Jahrhundert geschriebene Pergamenthandschrift, welchedie Werke der heiligen Hildegard enthält. Hildegard war zuBeckelheim unweit Kreuznach im Jahr 1098 geboren und starb1179 als Äbtissin in dem von ihr 1148 gestifteten KlosterRupertsberg bei Bingen. Umständliche Nachrichten von ihrliefern die Acta sanctorum 5, p. 629701, und aus diesen ge-schöpft ist eine kleine Schrift von F. Konrad Dahl (die heiligeHildegardis. Mainz 1832), wo man zugleich die spätere Litte-ratur angegeben und die sämmtlichen Werke der Heiligen ver-zeichnet findet. Sie schrieb selbst nieder oder dictierte was ihrder göttliche Geist offenbarte, und ihre vom Papst Eugen IIIanerkannten und aufs Höchste gepriesenen Bücher standen, wiesie selbst, lange in grossem Ansehen; auch der Marner (Ms.Hag. 3, 468 b ) gedenkt ihrer. Dahl beschreibt jene Handschriftumständlich und gibt auch Nachricht von einer zweiten, eben-falls in Wiesbaden befindlichen, die mit Bildern geziert undder Schrift nach zu urtheilen bedeutend älter ist, obgleich ersie (S. 23) jünger nennt. Sie enthält aber nur das Hauptwerk,