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3 (1883)
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516
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516 DEUTSCHE WÖRTER FÜR KRIEG.

DEUTSCHE WÖRTER FÜR KRIEG.

Ungedruckt. Zum Tlieil gelesen in der Königlichen Akademie der Wissenschaftenam 16. Februar 1846*).

JLch bitte um die Erlaubnis, einige Betrachtungen über diedeutschen Wörter, welche den Begriff von bellum enthalten,vorzutragen. Sie sind vor allen geschickt, ein Beispiel von derEntwickelung der Sprache in dem Lauf der Jahrhunderte zugeben, denn sie konnten zu keiner Zeit entbehrt werden. DerHeld, den seine Thaten unsterblich machen, und der den Über-gang der Götter zu den Menschen vermittelt, erscheint schon inden Beinamen Odins, in Zio die Idee des Himmels und desKrieges, vgl. Myth. XLVII: den Valkyrien, Trägerinnen eines all-waltenden Schicksals, dem selbst die Götter unterworfen sind, liegtes ob, den Ausgang der Schlacht zu bestimmen, und die einherjar,Halbgötter, die jeden Tag in Odins Halle die Kämpfe erneuen,drücken die unermüdete Kampflust auf das Lebendigste aus.Als menschliche Thaten im Volksepos besungen wurden, behieltTapferkeit den höchsten Preis: diese Ansicht dauerte in derRitterzeit fort und sank nur in so weit, als der Kampf nichtfür die Erhaltung und den Ruhm des Volkes geführt ward,

*) [Die nachfolgende akademische Abhandlung, welche einen wichtigenBeitrag zur deutschen Synonymik liefert, ist ersichtlich für den Druck gearbeitetworden, aber unvollendet liegen geblieben: ununterbrochen hat W. GrimmNachträge gesammelt. Das Manuscript besteht aus einer Anzahl von Bogen-lagen und einer sehr grossen Menge kleiner Zettel, die ich hier unbenutztlassen muss. Nach Ausscheidung der ersten, meist mit Bleistift geschriebenenFassung der vier Artikel wie, werre, kämpf, stürm und einiger Sammelblätterbleibt nebst einem Einleitungsblatt die reinere Umarbeitung der genanntenvier Stücke zurück. Drei derselben haben eigene Paginierung: 1) A C,2 1 / 2 Halbbogen mit der Überschrift: »Deutsche Wörter für Krieg, Erste Abthei-lung: wie«, 2) werre, 4 Seiten, 3) 111 kämpf, 4) ag stürm. Ein Umschlagträgt die Bemerkung: »in der Akademie vorzutragen«. Das Papier ist das-selbe; etwas älter scheint es bei dem Artikel urliuge zu sein, an dessen KopfW. Grimm die Notiz gesehrieben hat: »gelesen 16. Febr. 1846«. Das Stücküber kriec liegt nur mit Bleistift geschrieben vor. Ob die ursprünglicheReihenfolge hier getroffen ist, bleibt zweifelhaft und thut nichts zur Sache.]