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3 (1883)
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DIE ALTNORDISCHE LITTERATÜR 1

IN DER GEGENWÄRTIGEN PERIODE.

Hermes oder kritisches Jahrbuch der Litteratur. Leipzig, F. A. Brockhaus. 8.Zweiter Jahrgang (1820) Bd I (V der ganzen Folge) S. 153.

J-jin eigenes Schicksal hat von jeher diese Litteratur ge-troffen. Sie hat ebensowohl ungewöhnliche Begünstigungen alsWiderwärtigkeiten erfahren, und wenn sie sich der regen Theil-nahme besonderer Freunde und Anhänger erfreut, bald aucheigensinnigen, nicht zu bekehrenden Widersachern begegnenmüssen. Die dänische Regierung, schon längst durch eine frei-sinnige Unterstützung der Wissenschaften ausgezeichnet, wür-

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digte sie bald nach ihrem Aufleben der Aufmerksamkeit. Be-reits in der Mitte des 17. Jahrhunderts erhielt der Bischof vonSkalholt, Brynjolf Svendsen, Anweisung, gute Pergamenthand-schriften an die königliche Bibliothek zu senden, und ArneMagnäus ward zu Anfang des folgenden deshalb in besonderemAuftrag nach Island geschickt. Doch ein Theil des Gewinnsgieng durch unerwartetes Unglück wieder zu Grunde: die reicheSammlung, die Arne in einem Zeiträume von zehn Jahren mitsolchem Eifer gemacht, dass nichts von Bedeutung auf derInsel zurückblieb, erlitt einen unersetzlichen Schaden durch dengrossen Brand zu Kopenhagen im Jahre 1728. Die BibliothekArnes Resens, des Herausgebers der jüngeren Edda, und desBischofs Vorm wurde zerstört; die Viga-Styrs- Saga gieng da-bei im Urtext gänzlich, von der Heidarviga-Saga ein Theilverloren. Die Lücken so gut als möglich wieder auszufüllen,sammelte zwar Arne Magnäus bis an seinen Tod, und bekanntist die Stiftung, die er zu Gunsten dieser Litteratur machte,aber erst in den siebziger Jahren fieng sie an, in Thätigkeit zutreten. Merkwürdig ist wiederum das Schicksal, das sich der

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