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3 (1883)
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(Gelesen in der Akademie der Wissenschaften am 29. Oktober 1849.)

Abhandlungen der Königl. Akademie der "Wissenschaften zu Berlin (phil.-hist.Klasse). 4°. 1851, S. 415436. Einzeln Göttingen bei Dieterich. S. 124.

\JTreiths Spicilegium Vaticanum (Frauenfeld 1838) S. 31gab Nachricht von einer aus verschiedenen Pergamentblätterndes 9. bis 12. Jahrhunderts zusammengesetzten Handschrift derVaticana (Cod. collect, inembr. 4. Christin. 566). Danach ent-hält Blatt 5 »das Bruchstück eines altdeutschen Glossars ausdem Anfang des neunten Jahrhunderts, interlinear und marginalmit sehr feinen Schriftzügen geschrieben, die mit den niero-wingischen grosse Ähnlichkeit haben. Das Bruchstück rührtwahrscheinlich von einem Mönche her, der aus dem innerenGallien nach Deuschland reiste, wie sich aus der Glosse undevenis? de Francia und den darin vorkommenden Consonanten-verhältnissen ergibt.« Greith liess diese Glossen abdrucken,aber bei manchen Wörtern musste ich zweifeln dass er richtiggelesen habe, auch war nicht zu ersehen wie der Ausdruckinterlinear und marginal zu verstehen sei. Ich wendete michan Hrn Dr Brunn in Rom, und er war so gefällig mir einsorgfältiges, von ihm selbst verfertigtes Facsimile von jenemBlatt zu übersenden. Die Arbeit war um so mühseliger, als,wie er bemerkt, das Pergament zerknittert und die Dinte aneinigen Stellen ganz erloschen ist. Für die Richtigkeit desTextes und der Schriftzüge will er bürgen, nur den Charakterder Schrift, wie ihn ein vollkommenes Facsimile gewähren soll,hat er nicht vollständig wiedergeben können.

Die Schrift des theologischen Werks ist schön und deut-lich und gehört wohl in das neunte Jahrhundert; eine genauereBestimmung ist schwierig. Die Glossen sind an den Rand undwo sich innerhalb des Textes leerer Raum zeigte hinzugeschrie-ben, also später und mit anderer Dinte: aber die Züge der völlig