134 WITEGE MIT DEM SLANGEN.
drängen. Die drei Worte bilden einen richtig gemessenen alt-deutschen Vers
ütan nöpi häilä.Herrn Prof. Zacher gebührt das Verdienst, die Inschrift alsdem deutschen Alterthum zugehörig erkannt und die galvanischeNachbildung veranlasst zu haben.
248 WITEGE MIT DEM SLANGEN.
Zeitschrift für deutsches Alterthum. Herausgegeben von Moriz Haupt.Zweiter Band. Leipzig, Weidmann'sehe Buchhandlung. 8°. 1842. S. 248-252.
^phragistische Aphorismen von C. P. Lepsius. ErstesHeft (aus den neuen Mittheilungen des thüring. - sächs. Vereinsbesonders abgedruckt) mit drei Steindrucktafeln. Halle 1842.enthalten schätzbare Beiträge zu der Siegelkunde des Mittel-alters. Auf der zweiten Tafel sind in sorgfältigen NachbildungenSiegel der Schmiedezünfte bekannt gemacht,* welche besondereAufmerksamkeit verdienen. Das gewöhnliche Siegel dieserGewerkschaften enthält die natürlichsten Symbole ihres Hand-werks, Hammer und Zange. Als Beispiel ist das Siegel derSchmiede zu Stettin, das nach der Form der Buchstaben zuurtheilen in die Mitte des 14. (15 ist ein Druckfehler) Jahr-hunderts gehört. Merkwürdiger sind drei andere von denSchmiedezünften in Halle, Mainz und Augsburg, die in dieselbeZeit fallen mögen; das Hallische ist einer Urkunde vom Jahre1327 angehängt und vielleicht das älteste. Hier ist nochzwischen Hammer und Zange jedes Mal eine Schlange gesetzt,welche in dem Mainzischen und Augsburgischen eine Krone
249 von drei Spitzen trägt, die in jenem sich in Kugeln, in diesemin drei Blumen oder Kleeblätter endigen; in dem Mainzischenist ferner ein gekrönter Adler neben die Schlange gestellt, wieich vermuthe, der deutsche Reichsadler. Statt der Krone stehtin dem Hallischen ein sechseckiger Stern über der Schlange,