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3 (1883)
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212
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212 ATHIS UND PROPHILTAS.

ATHIS UND PROPHILIAS.

Gelesen in der königliehen Akademie der Wissenschaften am 18. und22. Januar 1S44.

Abhandlungen der königlichen Akademie der Wissenschaften zu Berlin (phil.-hist. Klasse) 1846. 4. S. 347467. Separatabdruck S. 3123.

347 JL/as königliche Archiv zu Arnsberg in Westfalen bewahrte

' vier einzelne, von Kindlinger ohne weitere Nachweisung dahinverkaufte Pergamentblätter, welche Graff, der eine Abschriftdavon genommen hatte, in der Diutiska (1, S. 122) im Jahr1826 abdrucken Hess. Sie enthalten Bruchstücke eines ver-lorenen altdeutschen Gedichtes, in welchem zwei Freunde, Athisund Prophilias, als Hauptpersonen erscheinen. Bald nachhergelangte Hr Archivrath Lacomblet in den Besitz von zweianderen, zu derselben Handschrift gehörigen Blättern, die er indem Archiv für die Geschichte des Niederrheins, in der erstenAbtheilung für Sprach- und Rechtsalterthümer (1, S. 1527),im Jahr 1832 bekannt machte; er benutzte zugleich die Ge-legenheit Graffs Abdruck mit seiner Quelle zu vergleichen undtheilte Berichtigungen desselben mit. Jene vier Blätter giengenspäterhin in das königliche geheime Cabinetsarchiv zu Berlinüber, wo der Geheime Archivrath Hr Höfer mir die genauereBenutzung derselben auf das Gefälligste erlaubte. Nach denBiegungen und Stichen im Pergament zu urtheilen, haben sieals Deckel etwa eines Hausbuches gedient: denn auf der einenSeite von B ist am Rande bemerkt »Anno 1577« und Blatt F»den 20. Februarii 74«.

Die Handschrift ist in Quart und enthält auf jeder Seitezwei Spalten, jede von 42 zwischen Linien geschriebenen Reim-zeilen, so dass auf jedem Blatt 168 im Zusammenhang, über-haivpt 998 überliefert sind. A 113 sind vorn einige Buch-staben weggeschnitten. Die Blätter A B D sind von einerschönen und festen Hand geschrieben, F von einer anderen,minder scharfen, jedoch deutlichen, auch wohl gleichzeitigen.