WIESBADER GLOSSEN. 577
1077. Helmbrecht 1757. Urstende 115, 26. Hahn Gedichte130,80. Vgl. Sprachschatz 4, S. 343—345. 156. * schufa,
in der Handschrift zwischen malz und vinea Yischamil versteheich nicht: schuofe Schöpfeimer (Fundgr. 1, S. 389) passt nichthierher. 158. * rappo geringer Wein. Vocab. von 1477
rappe racemus und Vocab. von 1618 »rappes vinum ex acinorumfolliculis aqua mistis et expressis confectum: laur Beerwein«;vgl. Schmeller 3, S. 117. Diefenbach Wörterb. vom Jahr 1470S. vni und 7. 161. stupa auch in den Casseler Gl. G a 7,
sonst selten im Althochdeutschen; vgl. Sprachschatz 6, S. 615.Im Mittelhochdeutschen kenne ich ausser dem in der Gram-matik 3, S. 459 angeführten Berthold (W. Wackernagel Lese-buch 1, 662, 1) nur noch Helbling 15, 239. Heinz von Kon- 330stanz Minnelehre 2225 und bei Neidhart MS. 2, 75 b stubenheie.Aus späterer Zeit führe ich nur an Dasypod. Bl. 478" stub.162. dunch, tunc unterirdisches Gemach der Weber, Sprach-schatz 5, S. 433. Vgl. zur Gold. Schmiede 173. Schmeller 1,S. 385. 172. herth ist hert; vgl. Sprachschatz 4, S. 1027.
174. * dupfen Topf, bei Luther döpfen, in mitteldeutschen Mund-arten düppen: das oberdeutsche Wort ist haven; topf als Küchen-geschirr kommt im Sprachschatz nicht vor; im Mittelhoch-deutschen kann ich es nur nachweisen in Eilharts Tristant 5438mit pfannen und mit topfen und im Morolt 2, 683. 691 milch-topf. 175. * crüselin kleiner irdener Krug; vgl. Sprachsch. 4,S. 616 crüsal. Heil. Elisabeth (Diutisca 1, S. 389) krüseln gehörtwohl auch hierher. Vgl. Schmeller 2, S. 394. Diefenbachs Wörter-buch von 1470 S. 85. 179. * hunecwirz erklärt sich ausdem altdeutschen Kochbuch (Haupt Zeitschr. 5, S. 12. 13), wodie Bereitung des Meths gelehrt wird. Sonst erscheint die Zu-sammensetzung nur noch bei Konrad von Würzburg, s. An-merkung zu der Gold. Schmiede 1363. wirz ist in den Sumer-laten 42 b brasicia, bei Ducange brace, bracium Malz, und dasscheint auch im Renner 16284. 16304 gemeint, in DiefenbachsWörterbuch von 1470 S. 54 b wirze bracium und S. 239 a wirz.183. In der Bedeutung von uncinus steht kraphilin im Sprach-schatz 4, S. 597: hier muss krepfelin für das Backwerk stehen,
W. GRIMM, KI,. SCHRIFTEN. III. 37