Druckschrift 
3 (1883)
Seite
515
Einzelbild herunterladen
 

ALTDEUTSCHE GESPRÄCHE. NACHTRAG. 515

allgemein guter Freund, Reinh. Fuchs 178. Stricker 6, 4 Hahn.Bruder Wernher Ms. 2, 160'' und das Volk gebraucht nochheute diesen Ausdruck als freundliche Anrede eines Fremden.Ebenso im allgemeinen Sinn Gevatterschaft Wigal. 8448. Jung.Tit. 1929, 4. 102. inmet hi thi, wie getrennt werden muss,ist eine elliptische Eedensart, wobei guille serten verstandenwird. Man sollte unmet vermuthen, aber die Handschrift ist

li n

deutlich. 103. Adfion a dror H. Das übergeschriebene h

und n ist eine Besserung der Hs. Der Präposition az ist dasPronomen jen mit abgefallenem e anhängt; der Dat. Neutr.gene ist schon da gewesen. Bei uilla fehlt der Strich über a.Das Kreuz dahinter bezieht sich auf das andere, das im Anfangder folgenden Zeile vor guatstata steht, und zeigt, an dass jeneFrage hierher gehört. 104. tata kann nicht richtig sein, es

ist ein Schreibfehler für täten; vgl. Anm. zu 49. 105. Bei

guesenda ist a zu streichen, wenn man nicht annehmen will, essei angehängt wie bei den zu 53 bemerkten Substantiven, oderman müsste guesendat für gasendit bessern. Das Lateinischefehlt bei K. 106. mine ohne Verdoppelung des n weist auf

das angelsächsische myne. Die aus dem Heidenthum stammende,von den Christen beibehaltene Sitte des Minnetrinkens ist inder Deutschen Mythologie S. 54. 55 erläutert. Es ist dieSprache der Geistlichen unter sich: ebenso kommt vor: sagen,biten in der minne; vgl. Haupt zu Gottfried von Neifen 45, 32.trenchen in trenchet eher zu ändern war unnöthig; vgl. zu 49.Es ist zu lesen unde aller goten helegen; auch im Freidank24, 5 werden die Heiligen die guoten genannt. 107. Das

Deutsche verwirrt sich und geht in den Nominativ über, währenddas Lateinische im Genitiv bleibt. Es sollte wohl da stehen hwermine huge. fehlt bei K und auch intend. ea ist nachH undeutlich: es soll vielleicht heissen intendat in ea curam,und et qui ist vorher gegangen.

*) [Jacob Grimm bezweifelt es durch ein beigesetztes ?]

33"