514 ALTDEUTSCHE GESPRÄCHE. NACHTRAG.
cindes. — In cät steht c für g, wiewohl nach K auch g könnteangenommen werden, in cindes aber für z, und zwar für dasniederländische, anlautende, von dem Hochdeutschen ganz ver-schiedene, wofür also hier ein für die alte Zeit noch fehlendesBeispiel (Grammatik l 2 , S. 496. 497) aufgefunden ist. — henenskann der Wiederholung wegen, nicht als Schreibfehler fürhenes betrachtet werden, sondern muss eine unorganische mund-artliche Form sein. In huegues gilt gue nur so viel als ge,wie in zunguen usw.; vgl. zu 6. 93. guerestan H. Es
wird auch hier guaristin anzunehmen sein, wie das Lateinischeverlangt. 94. Bei quiltu vgl. die Anmerkung 43. — ezzen,das auch der Gen. ovezzes fordert, hat der Schreiber ausge-lassen, dazu gehört de re, worin edere steckt. — ouotzes H,duezzes K, der aber d als ungewiss bezeichnet. — Vor pomissetzt K zwei Punkte als ob etwas unlesbar sei. 95. Teruia K. —si die romanische Bejahung, die aus sie entstanden ist, das ingleicher Verbindung bei dem zweiten Verfasser Zeile 44 und 76vorkommt. 97. Der Sprachschatz hat einige Beispiele vonhie hich, wozu hin in Glossen aus dem 8. Jahrhundert (HauptsZeitschr. 3, S. 467") und hie Rother 121 kommt. Bei Zu-sammenziehungen steht i allein, casai 81 und willi 95: dieandern gebrauchen e; siehe die Anmerkungen zu 18 und 61.98. e in fies ist niederländisch (Gramm. I 3 , S. 258). s statt scist mundartlich und kommt auch in hochdeutschen Reimen vor;vgl. Über Freidank S, 49. 99. e für a in trench muss, wennkein Fehler dahinter liegt, auch niederländisch sein, wiewohlin der Gramm. I 3 , S. 255 dieser Fall nicht bemerkt wird.100. Nach H weggekrazt und kaum lesbar, bei K ganz über-gangen, inbiz ist deutlich und merdige ist wohl eine Dehnungvon merda (suppa) oder der Dativ merede (coena)*); vgl.Sprachschatz 2, S. 845. 846. Der zwischen beiden Wörternstehende Buchstabe ist ungewiss und kann ein e oder i sein.Vielleicht soll gesagt werden: sich habe Vorkost und Suppe ge-255 gessen«. 101. gevathere commater (Sprachschatz 3, S. 378),
23 hier Bezeichnung einer liederlichen Dirne, in welchem SirineDucange ire ad commatres anführt, gevatere heisst aber auch*) [Jacob Grimm setzt ein Fragezeichen.]