ALTDEUTSCHE GESPRÄCHE. NACHTRAG. 513
fallend, entspricht aber dem gothischen aü in vaürms. [semauda63 Jacob Grimm, der ein Fragezeichen an den Rand setzt.] — ImLateinischen fehlt etwas, ich ergänze donet felicitate, woran sichsälidöm als zweite Erklärung schliesst. 86. Guologo H. Auhdiese Worte scheint der Abschreiber nicht verstanden zu haben:das Lateinische, das klar ist, führt darauf, zu lesen gualo gebe ügot. Das ist entweder die Erwiderung des Angeredeten, oder einverschiedener Ausdruck des Vorigen. 87. guane gestü ist deut-lich, aber der Singularis befremdet. Das übergeschriebene, sehrkleine u könnte ein offenes a sein, um die Form gästü anzuzeigen.Die lateinische Erklärung fehlt; abgeschnitten ist hier nichts,eutho enthält die Antwort auf die Frage. Das Lateinische, al H,/. u K, ist unlesbar. Es kann aber kein Zweifel sein über das,was da gestanden hat. 88. Das voran stehende untuens scheintdas lateinische intuens zu sein, mit den folgenden zwei deutschenWörtern und dem übergeschriebenen in, dessen i noch nichtsicher ist, weiss ich nichts anzufangen. H und K geben sieübereinstimmend, nur dass letzterer die Bemerkung hinzufügt,man könne auch derro lesen. Vielleicht hat der Abschreiberetwas ausgelassen. — Guar" H. — guant muss für guent stehen,denn das Praesens ist doch gemeint. Das angelsächsischevendan kommt in der einfachen Bedeutung von ire vor: dannist anzuführen wanta er in wuosti Notk. 106, 33. dö also vonsime lande ein so werder fürste wände Ernst 1782. e daz minsele wende von dem libe das. 5145. wir suln ze lande wendenLivl. Chronik 2834. ein teil ir von dem strite wände Lohengr.S. 112. 89. begotteh ist zusammengezogen aus bi gote ih. —
neuit 1 K, doch ist I als ungewiss bezeichnet, neuitit H. —nen entspricht dem hochdeutschen nehein. — In hurt stehtu = o wie in durf 102; vgl. Gramm. I 3 , S. 277. — Von nullumhat K nur den ersten Buchstaben gelesen. — verbu H, uerba K. —sero K, scn mit der Bemerkung, dass es undeutlich sei H; ichglaube, es ist scio zu lesen. — ded''e erkläre ich de dominound sehe darin eine Übersetzung von be gote. Die ganze Zeile 254enthält wohl die Antwort auf die Frage, wohinaus er sich wenden 22wolle. In der folgenden Zeile wird er angewiesen, welchen Weger einzuschlagen habe. 91. Abzutheilen ist cät henens
W. GRIMM, KL. SCHRIFTEN. III. 33