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3 (1883)
Seite
508
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508 ALTDEUTSCHE GESPRÄCHE. NACHTRAG.

Silv. 333(3. Engelh. 2131. Troj. Krieg 13841. Es sind alsodrei Formen der Betreuerung bekannt. Hier ist auch wie 76(vgl. 84) die Übersetzung »in fide« zugefügt, die sonst fehlt:63 steht »per meum caput«. Über dem auf fide folgenden nfehlt der Strich, der 48 nicht vergessen ist. Bei röche istdas persönliche Pronomen ausgelassen, wie bei haben 48.habes 72. guillis 75. was 105; vgl. zu 23. Was das nachtaz übergeschriebene a bedeuten soll, weiss ich nicht. 48. semihat ein Hochdeutscher in semer gebessert, aber jenes ist eineniederländische Form, über welche man Huydecoper zu MelisStoke 2, 470 nachsehen kann, der nur irrt, wenn er (S. 587)Ein Wort daraus machen will, wie seme Roland 120, 18 A.semir Walther 82, 19. semmer Göli Ms. 2, 57'' darthun; dieVerkürzung aus so mir ist Gramm. 3, S. 243 nachgewiesen wieder häufige Gebrauch der Betheuerung bei Herbort in der An-merkung zu 2024. An diese niederländische Form knüpfe icheine Folgerung: ich war, als ich nur das vaticanische Blatt kannte(vgl. S. 15. 16 [oben S. 485]), über die eigentliche Heimat diesesDenkmals noch ungewiss, aber aus dem, was ich (S. 14 [obenS. 483]) über die Nähe von Frankreich gesagt habe, aus der Er-scheinung romanischer Wörter (compagn 15 fors 40. 46, wozunoch fol 65 und fi 95 kommt) und aus anderen Anzeigen (vgl. zu52. 53. 54. 61. 67. 91. 93. 98. 99. 103) ziehe ich jetzt den Schluss,dass diese Gespräche in dem deutschen Theil von Flandernsind niedergeschrieben worden, mithin als das älteste Denkmalder niederländischen Sprache und zwar einer eigenthümlichen249 Mundart dürfen betrachtet werden; es hat auf dieses Ergebnis17 keinen Einfluss, wenn man auch geneigt ist, die Niederschreibungspäter, etwa ins 10. Jahrhundert zu setzen. Statt habentmuss haben gelesen werden, wie in der entsprechenden Stelle 74steht. Dort ebenfalls die doppelte Verneinung ne ... ne, wovonder Sprachschatz 2, S. 271 noch ein Beispiel liefert. Merk-würdig ist, was sich hier und 74 zum ersten Mal zeigt, tropfein der Bedeutung von nihil: damit bestätigt sich die Ansicht(Gramm. 3, S. 730), wonach das Otfriedische, in gleicher Be-deutung gebrauchte drof davon abzuleiten ist; aber auch unserScheltwort Tropf, das einen schwachköpfigen Menschen be-