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3 (1883)
Seite
504
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504 ALTDEUTSCHE GESPRÄCHE. NACHTRAG.

Mundart. Er müsste dann drei fremde Federn voraussetzen,die sich zufällig zusammengefunden und ihre verschiedeneSchreibweisen und zwar (was einem Fremden schwer fallensollte) ziemlich folgerichtig durchgeführt hätten.

Geistliche waren die Verfasser gewiss nicht, das beweist,der bis auf weniges weltliche Inhalt, zumal in den PariserBlättern. Wir wollen ihn näher betrachten.

Ein Herr lässt frühmorgens seinen Knecht rufen und heisstihn das Ross satteln. Der Knecht wendet ein (ich nehme an,dass die 48. Zeile vor die 47. zu stellen ist), es fehle an dem245 Nöthigen, womit er vielleicht Futter für das Pferd meint. Den13 Herrn kümmert das nicht, und als der Knecht ihn ermahntnoch zu Bette zu bleiben, erwidert er, es sei Zeit zu reisenund fordert nicht nur abermals das Pferd, sondern auch Schild,Sper, Schwert, Handschuhe, Stab und Messer. Unter Stab kannnicht etwa ein Eberspiess (Sprachschatz 6, S. 610) verstandenwerden, da die volle Rüstung zeigt, dass der Herr nicht zurJagd ausreiten will, sondern zum Kampf. Ich führe dazu ausdem Anegenge 114, 4 eine Stelle an, sine truogen swert nochstap noch deheiner slahte wer. Ein kiule wol beslagen, dieErek (2349) zum Turnier erhält, mag dasselbe sein, oder dievil starken brügele, von welchen im Engelhart (2735, vgl. dieAnmerkung) die Rede ist. Bei den serbischen Rittern warnach den alten Liedern die oft kostbare, wohl beschlageneKeule ein wichtiges Stück der Rüstung. Messer und Schwertgehören zusammen (Hagens Gesammtabenteuer 2, 257, 63) undbei Herrand von Wildonie (das. 339, 90) tröstet der Rittersich damit, dass sein Gegner ohne Schwert und Messer ge-kommen sei, während er seine Wehr bei sich habe. Mit demMesser tödtete der Sieger im Zweikampf den Gefallenen (Kon-rads troj. Krieg 4245): im Waltharius (337. 1390) heisst essemispata und wird an der rechten Seite getragen, bei Konradvon Haslau (Haupts Zeitschrift 8, S. 571. 712) stechmezzer.Da der Herr zuletzt eine Kerze fordert, so sieht man dass derTag noch nicht angebrochen war.

Ganz andern Inhalts ist das folgende Gespräch. Es be-ginnt mit der Erkundigung des Herrn nach einem Weib, auf