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3 (1883)
Seite
499
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ALTDEUTSCHE GESPRÄCHE. NACHTRAG. 499

Ih az hiuto flehe.Ih träne win.100 Inbiz . . merda.

Gefaterä, läz mir sertan.*)Unmez ih dih.

G

H

Az enemo anderemo dorf ad alteram villam.Wdz tdtut ir dar'? quid fecisti ibi?105 Was dare gesendit missus fui.

Trinket wola in gotes minnö, in (indi) allero guotöno heilagönö bibitein dl amoro et omnium bonorum sanctorum.

Am Schluss des vorigen Jahrs empfieng ich von Moriz Haupteine Abschrift von mehreren altdeutschen Zeilen, die Hr Henschel,der Herausgeber von Ducanges Glossarium, in einer Pariser Hand-schrift schon vor längerer Zeit gefunden und ihm jetzt mitgetheilthatte. Inhalt und Sprache liessen mich bald eine Fortsetzungder altdeutschen Gespräche erkennen, die ich aus einem vati-canischen Pergamentblatt in dem Jahrgang 1849 der Schriftender Akademie bekannt gemacht habe. Als ich Hrn Henschel umAuskunft über einiges Ungewisse ersuchte, war er so gefällignicht nur seine Abschrift mit ihrer Quelle nochmals zu ver-gleichen und das Zweifelhafte festzustellen, sondern er fügte auchnoch einige früher nicht bemerkte Zeilen aus derselben Hand-schrift hinzu. Meine Arbeit war schon beendigt, da überraschtemich Hr Dr H. Keil, dem während seines Aufenthalts in Paris 241der Codex in die Hände gefallen war und der nicht wusste, dass 9ich bereits Kenntnis davon hatte, mit einer zweiten sorgfältigenAbschrift. Die Übereinstimmung bei den lesbaren Wörtern warmir ebenso erwünscht als die Verschiedenheit hei schwierigen,halb verschwundenen. Ich bin also durch die Güte beider Ge-lehrten in den Stand gesetzt worden einen vollständigen undgenauen Abdruck zu liefern: soweit es ohne Facsimile angeht,eine Nachbildung der Handschrift. Das Ende einer Zeile, wenn

*) [Jacob Grimm hat zu beiden Zeilen Fragezeichen gesetzt.]

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