492 ALTDEUTSCHE GESPRÄCHE.
sehen und Lateinischen sich zeigt; nur aus letzterem Hesse sichter dem griechischen xpis gegenüber anführen. Ferner daselbst370, 21 terahtines neben 369, 11 trehtin. Ja dieses Gedicht,das in das elfte Jahrhundert gehören kann, geht noch weiter:es schreibt bei für bl 368, 3 peluot neben 371, 10 pluot. ber434 für br 364, 7 perinne neben 368, 20. 371, 23 brinneten brin-22 nent: 364, 27 berune 1. berenne neben 370, 5 brennet: 398,9berustvvere neben 371, 23 brüst: 368, 12 beruege (brücke):369, 6 berunne (fons). ger für gr 364, 14. 28. 366, 28. 367, 2gerune neben 364, 20 griune und 366, 12 grüne (gruone):364, 26 geruntfeste: 366, 14 gereize 1. gerieze (gries): 366, 16gcruen 1. geriven (greifen) und 367, 7 gerife. gel für gl 368, 19gelas (vitrum). gen für gn 368, 20 genaneist und Z.27 ganaisten;vgl. Servatius 2666. Gramm. 2, S. 370. 754 und Sprachschatz 4,S. 296: die Form ganeist findet sich auch in Grieshabers Pre-digten 2, S. 73. kel für kl 365, 20 cheleine. sei für sl 370, 28selahte: 371, 25 umbeselozzen: 371, 18 beseluzet. sem für sm372, 18 semal. sen für sn 368, 20 sene. zew. für zw 369, 23zewene. Man darf darin keine Willkür sehen, vielmehr kommenwir bei den meisten dieser Wörter, deren Abstammung dunkelist, der Wurzel näher. Und nicht bloss im Anlaut tritt dieseErscheinung vor, ich bemerke auch 365, 17 halem neben 366, 10halme (Plur.), dem lateinischen calamus entsprechend: 368,10burege (Genit. Sing.), wozu der Genit. puragi im Sprachschatz3, S. 179 gehört: 368, 10 sorege (cura): 376, 14 trehetin. Nochandere Gedichte der Vorauer Handschrift liefern dieselben undweitere Belege, Leben Jesu 241, 1 phelegen: 268, 11 zewei:273, 18 forhete: Antichrist 281, 26 cheneht (Knecht). JüngstesGericht 288, 12 phelegen. Loblied auf Maria und den heil.Geist 342, 21 cheleine: 343, 2 charaft (Kraft). Gebet einer Frau379, 2 zewein. Der metrische Physiologus aus dem zwölftenJahrhundert in Karajans Sprachdenkmalen schreibt einmal 96, 5veleischlich. Vgl. die Anm. zu Zeile 16.
Ich erkläre ge in dieser Zeile durch ja: im Heljand findeich nach der cotton. Handschrift ge gie, wo die Münchner ja.hat, auch im Altfriesischen zeigt sich dieses ge. Der Acc. üalthochd. iwih steht ebenso Z. 27 und entspricht dem altsächsi-