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3 (1883)
Seite
487
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ALTDEUTSCHE GESPRÄCHE. 487

ti 26 weist nach Niederdeutschland, entsprechend dem zn Zeile 1bemerkten Abfall des anlautenden h. guanti (Ducange hat dieverschiedenen Formen gantus guantus gwantus wantus) ver-langt den Plur., also würde hochdeutsch hantscuohä stehen.11. guanbe wie in der folgenden Zeile für wambe, also n fürm, wie cunt für cumt 18. 19. w wird allzeit durch gu aus-gedrückt, also guär 15. 24. guane 17. gueliche 20. guas 21.gusez 22" und guaz 30. guer 31. guez 32: der andere Schreibersetzt sogar cv in cver 37. Man könnte bei dieser Schreibungromanischen Einfiuss vermuthen, allein sie ist auch langobar-disch und altniederrheinisch; vgl. Geschichte der deutschenSprache S. 295. 296. 692, Durch dieses gu ist Greith wahr-scheinlich zu der Behauptung veranlasst worden, aus den Con-sonantverhältnissen ergebe sich, dass der Verfasser der Glossenein aus Gallien gekommener Mönch gewesen sei; auch W.Wackernagel irrt, wenn er in der Geschichte der deutschenLitteratur S. 37 Anmerkung 5 sagt, die vaticanischen Glossenseien entschiedener romanisch als die Casseler. 12. follo für dasalthochdeutsche follu nach Gramm. I 2 , S. 723. 724 die organischeForm; der Sprachschatz hat 3, S. 479 nur Beispiele von folliu.13. 14. elpe wäre, so viel ich weiss, das älteste Beispiel vonder schwachen Imperativform eines starken Verbums. Im zwölf-ten Jahrhundert zeigt sie sich nicht ganz selten, Genesis 67, 30slahe. Exod. 95, 26 vare. Roland 42,15 läze. 46, 16 swige.50, 24 vare. 136, 4 underwinde. Christi Leben (Haupts Zeit-schrift 5, S. 25) 287 besnide. Jüngstes Gericht (Fundgr. 1)174, 2 sihe; im dreizehnten Jahrhundert mehren sich die Bei-spiele. Indessen glaube ich, dass elpe als der Conjunctiv mussbetrachtet werden, frömin ist mit Recht als Ein Wort ge-schrieben, wie es im Ludwigslied 35 bei Wackernagel steht, undüberall, wo es sonst noch sich zeigt (bei Otfried und im Hei- 430jand) stehen muss, zumal es, als herkömmliche Formel für 18Gott, Christus, Engel und Könige, unverändert auch da ge-braucht wird, wo mehrere die Anrede an Einen richten odermehrere von Einem angeredet werden; vgl. Grammatik 4, S. 299.Für frouwe weist Lachmann zu Iwein 3384 einen ähnlichenGebrauch nach. helfe got war der Gruss des Eintretenden,