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3 (1883)
Seite
486
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486 ALTDEUTSCHE GESPRÄCHE.

nicht mit Sicherheit zu erweisen, und das im Wörterbuchezum Ulfiias von Gablentz und Loebe S. 59 angeführte dänischehovede kann ich nicht bestätigen; auchWernher vom Niederrheinschreibt ovith 21, 22; obethe kommt also nur hier vor. Richt-hofen hat S. 798. 799 den Plural hafde, doch der würde hierunpassend sein, oder mau müsste annehmen, der Abschreiberhabe ihn ohne Rücksicht auf das Lateinische gesetzt, weil erin den folgenden Glossen gebraucht wird. Auch an einenÜbergang in hübe darf man nicht wohl denken; vgl. HauptsZeitschrift 1, S. 136. Das anlautende h fehlt vor obethe wievor an 8. 9. elpe 13. erre 19. 28. erro 31. 33. üs 16. 18. 19.ina 24. 'undes 42, sogar in dem lateinischen abuisti und ac 16.Das ist niederdeutsch (vgl. z. Wernh. v. Niederrh. 4, 26. GrafRudolf S. 6), allein es ist auch langobardisch (Geschichte derdeutschen Sprache S. 692). Wegfall des auslautenden h wirdzu Zeile 9 angemerkt werden; überhaupt gebraucht der ersteSchreiber h nur bei der Aspirata th. 2. Der schwache Plu-ralis fassen fällt auf, umsomehr als fahs im Althochdeutschennur im Singularis erscheint, der auch in den Casseler Glossen- D, 18. E. 3 neben capilli steht; ich weiss nur aus einem Segen-spruch des zwölften Jahrhunderts saut Marien vahse im Reimauf wahse (Fundgr. 1, S. 343) anzuführen, ss für hs ist nieder-deutsch; vgl. Grammatik l 2 , S. 465. 2. Bei auren fehlerhaftauris: die Casseler Glossen haben D, 16 richtig aures. auf uroentspricht dem gothischen au, althochdeutschen ao, und gehörtzu 6 für ou in obethe und ögen. 5. munda für munt ist, wieobethe, anderwärts unerhört, der Plur. mundä aber hier nichtpassend, zumal neben bucca. 6. zunguen PI. gehört nichthierher und ist aus blosser Übereilung gesetzt: dentes zeigt, dasszendi zeni stehen sollte, wie in den Casseler Glossen D.18. gue be-429 zeichnet ge, so auch in gueselle 15. guenoz 15. Sogar que zeigt17 quesä 26. 27. 28. 8. an, ein Querstrich, der sonst t bezeich-net, ist nicht etwa vergessen, da in der folgenden Zeile anscösteht. Auch in den Schlettstädter Glossen (Haupts Zeitschrift 5,S. 363) hanskuohä. 9. in anscö und bröthro 17 entspricht ö demgothischen und altsächsischen ö, dem althochdeutschen uo. DerAbfall des auslautenden h wie in quesä 26. 27, in e 18 und in