GLOSSAE CASSELLANAE. 423
kann: der Vocabularius optimus erklärt es III, S. 31 durchfluzöugic und hat auch XXXVI, S. 33 ougefluz lippitudo.Passional 373, 75. Lohengrin S. 34. 157 daz ougenbrehen derglänzende leuchtende Blick der Augen. Heinrich von BreslauMS. 1, 3 b ougebrehender kle. lippus wird anderwärts durchplehenouger übersetzt (Sprachschatz 1, S. 123. Nyerup symb.384), dem als Starblinden die Augen glänzen, der Glasäugige.H 13. Ein romanisches claudos darf man voraussetzen, da dasVerbum claudiquar bei Rayn. 2, p. 412 und claudaine claudi-cation bei Roquefort 1, p. 264 vorkommen. tumper in derBedeutung von Brutus, dem, wie einem Thier, die Spracheversagt ist: so auch im Lied auf den heiligen Georg 19 dentumben dhet er sprekenten. tinas mit dem romanischen s(zu D 16), oben G b 14 tina. H 14. Auch situlas, das latein.situla, beurtheile ich wie tinas (zu D 16). Schon G b 15 und 16kam siala und sedella vor und war von einpar die Rede; hierbetrachtet der Sprachschatz 3, S. 149 einpar als Acc. Plur.gulvium, bei Ducange gulbium, ein eisernes Geräth zum Hackenund Aushöhlen, nöila ist im Sprachschatz 4, S. 1126 mit Rechtzu nuoil Säge Hobel gestellt. * nuila Dronke gl. Fuld. 20*.mih könnte die romanische Form mi sein, die nur das h nochnicht abgeworfen hat; vgl. Diez 2, S. 81. 84. 85: aber ichglaube, es ist ein Schreibfehler für das latein. mihi, mir liestEccard fälschlich mr. [S. Nachtrag S. 4.] H 16. 17. wanna fürhwannän oder hwanana; vgl. Grammatik 3, S. 185. Sprach-schatz 4, S. 1205. * H 18. Vgl. Gesch. d. deutsch. Sprache 968.Pfeiffers Germania 1, S. 485.« H 19. Dass sindös in sindöt475
müsse gebessert werden, meint Graffim Sprachschatz 6, S. 234: 61dass vielmehr pergite in pergis zu ändern sei, macht quimiswahrscheinlicher. H 20. quämum für quämumes zeigt sichschon in den frühesten Denkmälern (Grammatik l 2 , S. 856).Ebenso steht H 22 söhtum, aber beim Präsens I, 4 firne-mames. H 21. 1. quEesistis. H 23. 24. 25. wärun ent-
spricht nicht dem lateinischen fuit: es wäre demnach was zulesen, und durfti müsste, dem lateinischen necessitas entsprechend,als Sing, betrachtet werden, wie es auch in dem Sprachschatz 5,S. 210 erscheint. Allein durfti kann auch der Plur. sein, und