GLOSSAE CASSKLLANAE. 417
nichts als eine andere Form von sedella zu sein, ampri wirdin anderen Glossen (Sprachschatz 3, S. 149) eimberi geschriebenund durch urna erklärt: also ein kleineres bauchiges Gefäss.G c 16. 17. taradros ist wohl tarabros zu bessern und ist einromanischer Plur. vom latein. terebrum (bei Späteren), gebildet 469wie scalpros G c 18. napügerä Plur. von nabuger; vgl. Sprach- i5schätz 4, S. 225. G a 17. mediran aus dem lateinischen
materia in der Bedeutung von Bauholz, zimbar: bei Rayn. 3,p. 168 mairam, Roquef. 2, p. 164 meirain, der es wie Eccardvon materiamen (bei Ducange) ableitet, doch ohne Noth, da dieromanische Sprache den Nom. auch aus dem Acc. bilden kann.* Pott lex sal. S. 163*. G b 17. sestar dem lateinischen sex-
tarius noch näher als sestier bei Rayn. 5, p. 215. Althoch-deutsch ausser sehtari auch sextari (Sprachschatz 6, S. 151. 153)und in den Wiesbader Glossen 143 stestere. G a 18. pis
erkläre ich durch das romanische pics (Rayn. 4, p. 434. Roque-fort 2, p. 348), was dem deutschen first (Sprachschatz 3, S. 698)genau entspricht. G b 18. calice der romanische Nomin. von
calix, der noch im Französischen gebraucht wird: Rayn. 2,p. 294 hat calitz. Graff, der eine lateinische Endigung darinsah, hat daher stechal im Sprachschatz 6, S. 637 unrichtig alsDativ angesetzt. G c 18. 19. scalpros romanischer Plur. von
dem latein. scalprum, gebildet wie G c 16 tarabros. scraotisranist freilich in scraotisarn zu bessern., doch hätte Graff imSprachschatz 1, S. 490 die Lesart der Handschrift, wie sonstgeschieht, eintragen sollen. «Graff hat aus Wn. 460 (12. Jahrh.)scraotisran. Gesch. d. deutsch. Sprache S. 10 *. G a 19. trapes ausder alterthümlichen latein. Volkssprache, auch Ennius hat trabesfür trabs: bei Roquefort 2, p. 641 trab. Von p für b war beiparba E 5 die Rede, capretta, nicht capraeta wie bei Eccardsteht. Die ganze Glosse fehlt im Sprachschatz 3, S. 290.G b 19. Hier das einzige Beispiel von hnapf, das der Sprach-schatz 4, S. 1130. 1131 anzuführen hat; in den übrigen fälltdas h weg, das aber im Angelsächsischen erscheint. Deshalbwird dort die Meinung geäussert, h bezeichne hier nur einemundartliche Aspiration. W. Wackernagel im Glossar zumLesebuch leitet das Wort von nipfen nippen ab. Von dem
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