414 GLOSSAE CASSELLANAE.
zu E 17. Auch in cava sehe ich ein romanisches Wort mitder Bedeutung von Fass, die zwar Rayn. 2, p. 365 nicht an-führt, aber noch heute in cave Flaschenkeller, Behälter fürWeinflaschen sich zeigt. Also zwei (im Sprachschatz 3, S. 87übergangene) Wörter für denselben Begriff, dem das deutscheputin entspricht; vgl. cavella G b 13. G° 9. 10. manneiras
und parta gehören zusammen; vgl. barta Sprachschatz 3, S. 212.Eccard hat schon manuaria (Belege bei Ducange) angeführt.Wegen des Sing, auf as vgl. die Anmerkung zu D 19.G a 10. Der Haken hinter furn ist ein blosser Punkt, wie erG b 11 hinter födarmaziu steht; wenn er us bedeuten sollte,müsste er wie G a 6 hinter thalam gestaltet sein. Bei Rayn. 3,p. 370 steht forn. Eccard hat furni gelesen und Graff auch,denn er setzt im Sprachschatz 1, S. 176 ofan als Plur. an, derdoch ofanä lauten müsste; man wird das auslautende i hierniemals so geschrieben finden. Vgl. zu G a 12 furnax. G b 10.tunne, nicht tunna, wie Graff in den Sprachschatz 5, S. 431eingetragen hat, obgleich bei Eccard schon das Bichtige zufinden war, ist gleichbedeutend mit chöffa chuofa Kufe; vgl.tina G b 14. Graff hat 4, S. 371 choffa verkannt und als Acc.Plur. unter chopf gesetzt: er hätte aus choffa födarmaziu in dernächsten Zeile schon seinen Irrthum einsehen können, oder auschupf G b 20. ydrias ist der alte Sing, (zu D 16), bei Rayn. 5p. 578 ydria Wassertonne. G a 11. caminus ital. cammino
franz. cheminee. Es ist wohl ein besonderer Nebenbegriff da-mit verbunden, vielleicht eine Schmiedeesse gemeint, wofür dasWort im Lateinischen gebraucht wird. G b 11. fodermäzi
»was einer Wagenlast an Umfang gleichkommt« hat W. Wacker-nagel zu einer Stelle aus dem zehnten Jahrhundert (Lesebuch I,112, 4) richtig erklärt: Graff bringt es im Sprachschatz 3, S. 379unter fötar Futter. Wie in jener Stelle die Füsse eines Ebersfuodermäze genannt werden (als ein Beispiel von dem rhe-torischen Satz »plus dicitur et minus intelligitur«), so ist auchhier eine grosse Kufe gemeint; ich finde das Wort noch ineiner Stelle aus dem zwölften Jahrhundert, Dietleib 1634 manmohte fuodermasze lesen die phile. Das voran gehende ticinneist deutlich geschrieben, nicht so das darüber stehende Wort: