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3 (1883)
Seite
413
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GLOSSAE CASSELLANAE. 413

von weichem weissgegerbtem Leder gemacht ist; vgl. Sprachsch. 1,S. 461. Grammatik 2, S. 177. Dieffenbach Wörterbuch von1470, S. 18. Da das Adjectivum gerade unter hantscoh zustehen kam, so hat man wohl eine Wiederholung des Sub-stantivs nicht für nöthig gehalten, irhine zeigt den Plur. an,aber dieser müsste irhiniu lauten, wenn man hantscoh als Plur.betrachten wollte; vgl. zu G h 6. Ich glaube dass das hinterdem Wort stehende, wie es scheint, noch zugefügte Zeichenein r ist, und dann wäre irhiner regelmässig. G c 7. 8. sac-curas das lateinische securis; vgl. zu D 16. Auch achus kannnur der Sing. sein. G a 8. pheral hat Eccard und das be-hält Graff im Sprachschatz 3, S. 347 bei: es ist phcsal zu lesen,das bekannte phisal phiesal heizbares Gemach. Ebenso falschlesen beide birle und erklären das Wort durch pyrale: waswirklich da steht, bisle, ist nichts anderes als jenes phisal, nurin der seiner Quelle, dem lateinischen pisale (Sprachschatz 3,S. 352), näher liegenden Form; vgl. Schmeller 3, S. 324 [sieheNachtrag S. 4]. G b 8. Eccard liest uuaheir, Graff meint mankönne auch uuahsir lesen; das Letztere ist allein richtig. Gram-matik l 2 , S. 622 wird gesagt »wahsir (Glosse des dunkeln Wortsuuasa?) scheint Plur. von wahs cera«, und Graff wiederholt dashernach im Sprachschatz 1, S. 690, ohne die Grammatik anzu-führen. Sichtlich gehören uuasa und uuahsir zusammen, undda das Wort neben anderen Ausdrücken für Gefässe steht, soscheint es mir am natürlichsten einen aus dem lateinischenPluralis gebildeten Sing. Fem. vasa darin zu sehen, dem fran-zösischen vase entsprechend, das ich bei Roquefort nur in derBedeutung von Sarg finde; uu müsste hier für v stehen.Schwierigkeit macht die deutsche Erklärung wahsir: ich ver-muthe, der Deutsche hat keinen Ausdruck, sah in vasa denlateinischen Pluralis und hängte dem Wort die deutsche Plural-form an (vgl. zu furnache G a 12), oder es müsste aus vazzirverderbt sein: nur lässt sich diese Form weder im Althoch-deutschen noch später im elften und zwölften Jahrhundert nach-weisen, wiewohl sie heute gebräuchlich ist. G b 9. doleakommt als Plur. von dolium in lateinischen Inschriften vor,bildet aber, hier als Femin. den romanischen Nominativ; vgl. 4 4 6 2 6