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3 (1883)
Seite
405
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GLOSSAE CASSELLANAE. 405

zeichnen. Nur in dem westgothländischen Gesetz kommt, aberan einer anderen Stelle, bei Gelegenheit des Bischofringes(1, S. 37) gullfinger vor. Demnach sind folgende Benennungenaufzustellen 1. thumulfinger (1, S. 18. 3, S. 153 und 155.4, S. 139) thumolfinger (5, S. 153 Anm. und 164) thomalfinger(5, S. 21. 153) thumling (6, S. 121) thumlingir (Gutalagh 19, 19herausgegeben von Schildner) thumi (2, S. 205). 2. Der nächstenach dem Daumen. 3. lengesta, langa finger (1, S. 18. 5, S. 153).4. Der nächste nach dem längsten (1, S. 18. 5, S. 153). 5. litlefinger (1, S. 18. 5, S. 135). Anders das heutige Schwedisch,]. tumme. 2. pekfinger. 3. medlerste. 4. fjerde. 5. minste. 458Dänisch 1. tommelfinger, tomme kommt nur als Längenmass 3ivor. 2. pegefinger. 4. guldfinger Isegefinger (Molbech danskdialectlexicon). Englisch 1. thumb. 2. forefinger. 3. middle-finger. 4. ringfinger. 5. little finger. Holländisch 1. duimduimje. 2. wijzer wijzvinger voorvinger. 3. middelste vingerschaamvinger. 4. ringvinger. 5. pink oorvinger klein vingertje.E 16. tibia romanisch, wenn auch in den Stellen bei Ray-nouard 5, p. 361 und bei Roquefort 2, p. 622 nur in der Be-deutung von Flöte. Der Vocabularius optimus I, p. 213 sagt»tibia cum cantat hominis pars tibia saltat« «Isidor etym. 3, 21§ 4 *. E 17. calcemel statt calamel, wie Eccard liest und Graffim Sprachschatz daneben aufstellt, ist sichtbar falsch. Grafflässt auch noch calcaneum folgen, als wenn das hier stände:es soll wahrscheinlich eine Erklärung sein, die aber keinenBeifall verdient, zumal schon oben E 1 calcanea fersnä vor-kommt, calamel ist ohne Zweifel eine romanische Form undfindet sich bei Raynouard 2, p. 294 in der Bedeutung von Rohrchalumeau Schalmei: auch Ducange hat calamella fistulatoriuscalamus, das könnte aber wie tibia zugleich Bein, Knochen be-zeichnen, und ein solcher Begriff ist hier nöthig: am natür-lichsten denkt man an Wadenbein, und diese Bedeutung wirdausser Zweifel gesetzt durch eine bei Ducange (ed. Henschel)angeführte Stelle, die einen an den Gliedern Gelähmten be-schreibt, »reptantem manibus et calamellos tibiarum contractum«.Nun ergibt sich auch was das sonst unverständliche widarpeini,denn so ist zu lesen, nicht widarpani, heissen muss; im Sprach-