404 GLOSSAE CASSELLANAE.
1, S. 393 aus der Kindersprache, wo immer mit dem kleinstender Anfang gemacht wird, 5. lütje finger. 4. goldfinger.
3. langelei. 2. botterlikker. 1. lüskenknikker. Schütze holstein.Idiotikon 1, S. 316 5. lütje finger. 4. goldenringer. 3. langmeier,lange maak, marje. 2. pütjenlikker. 1. lüschenknikker. In
457 Pommern nach mündlicher Mittheilung dieselben Namen bis
33 auf 3. langluchs. Im Bergischen, ebenfalls nach mündlicher
Überlieferung, 5. piepling. 4. goldmännchen. 3. langmännchen.
2. leckmännchen. 1. daumen. (Heinrich Smidt) Kinder- undAmmenreime in plattdeutscher Mundart. Bremen 1836. S. 33
1. dümerling. 2. fingerling. 3. langvatt. 4. goldfinger. 5. litjefinger. Pott S. 293 5. lütje finger. 4. goldinger (wohl gold-ringer). 3. goldammer. 2. pottlicker. 1. luseknicker. ImMecklenburgischen nach mündlicher Mittheilung 5. lüttefinger.
4. golleringer. 3. langemann. 2. botterlicker kortjohann. 1. lü-schenknicker dickbuk. Aachner Mundart in dem Idiotikon vonJoseph Müller und "Wilhelm Weite 1836 S. 38 1. dümeleng.
2. leckfenk. 3. langmann. 4. Johann. 5. piphans und S. 103kenkes oder kinkes. In Niederhessen habe ich nur gehört
3. langhals. 2. lecker. 1. lauschenknicker. In Schlesien heisstder Daumen im Volk immer Däumling [S. Nachtrag S.3]. Hieranschliessen sich die Benennungen aus stammverwandten Sprachen.Altsächsisch 5. lüttic fingar Heljand 103, 18. Altfriesisch nachRichthofens Wörterbuch 74l b 1. thuma, haldere. 2. skotfinger.3. thi grata finger, thi langa oder langesta finger. 4. goldfinger.
5. thi liteka finger, slutere. Angelsächsisch in den GesetzenAdelbirhts 54 und Alfreds 40, 16—22 (herausgegeben vonReinhold Schmid 1832) 1. thuma. 2. scytefinger. 3. middle,midlesta finger. 4. goldfinger. 5. lytla finger. In AlfredsGlossar findet sich auch 4. lsecefinger, und Lye führt, aber ohneNachweisung, 5. earcläsnend an. Im Altnordischen kenne ichnur 1. thumalfingr. 4. baugfingr. 5. litilfingr. Im Isländischen2. visifingr. Die alten Gesetze sechs schwedischer Landschaften(herausgegeben von Collin und Schlyter 1827—1841) kommendarin überein, dass sie in den Capiteln, wo von der Busse fürWunden die Rede ist, dem zweiten und vierten Finger keinenNamen geben, sondern beide durch eine Umschreibung be-