402 GLOSSAE CASSELLANAE.
Glossen aus einer anderen Quelle eingetragen, worauf mir auchder Mangel aller romanischen Formen zu deuten scheint, wieder Umstand, dass die Sanctgaller Glossen ihn nicht kennen.Man hat eine Abhandlung de partibus humani corporis, die demWalafrid Strabus beigelegt wird und neuerdings (1842) vonErnst Dronke in einem Programm aus einer Handschrift zuFulda abgedruckt ist. Der Herausgeber hat (gegen die ge-wöhnliche Meinung, die auch in Hoffmanns Glossen XXX an-genommen wird) dargethan dass sie einen wörtlichen Auszugaus Hrabans Werk De universo 6, 1 enthält: weitere Nach-forschung würde ihn überzeugt haben dass auch Hraban nichtder Urheber ist, sondern dass er aus Isidor geschöpft hat. Indiesem Auszug Walafrids kommt auch unsere Stelle vor, wosie, übereinstimmend mit Hraban, lautet »primus digitus pollexest: secundus index sive demonstratorius: tertius pudicus (1. im-pudicus) sive inedius: quartus annularis sive medicus: quintusauricularis«: [S. Nachtrag S. 3]. Dann ist sie übergegangen in dieTrierer Glossen (Hoffmann 2, S. 36—37), dümo pollex: zeigäreindex: lancmar impudicus vel medius: goltvinger annularis:örvinger auricularis. Ferner in die Glossen, die in Nyerupssymb. 260 ff. enthalten sind und die in das 11. Jahrhundertgehören mögen, S. 262 pollex düme: index zeigaere: impudicusmittelasre: medius medicus goldvinger annularis idem: auricularisörvinger. Endlich in die Wiener Glossen, die aus einer Perga-menthandschrift des 12. Jahrhunderts in der Diutisca 3, p. 148und in den Sumerlaten 30 b abgedruckt sind, pollex düme: indexzaigel: medius metenoste (1. mitteröste): annularis vingerltere:auricularis örvinger. Dazu kommt eine dichterische Um-schreibung in der Genesis 14, 6—19, «daz* die — fingere helfeneinen anderen, so ist der grözeste (der Dickste) unter in dernutzeste, daz ist der düme, der hilfet in sliume: wände sie änein ne mugen sä niuweht gehaben, der da bi stät, ein iegelich456 ding er zeiget, der dritte heizet ungezogen, wände er ilit sich32 für nemen: sware diu hant reichet, aller eriste er iz pegrifet.in deme fierden scinent fingerlin diu zieren, da mite der manspulget sin wib mahilen; ouch hat der chunig ze site daz pisch-tuom mahilen dar mite, swelehen pfaffen er ze herren wil