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3 (1883)
Seite
386
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386 GLOSSAE CASSELLANAE.

keminada cheminätä G a 9, wo k absichtlich scheint und andersals ch lauten musste. Im Inlaut honchli F 17, aber censincliF 15, ferner achus G c 8 (vergl. Grammatik l 2 , S. 197), stechalG b 18. Die anlautende gothische Media wird, wie in derExbortatio, und zwar ohne Ausnahme, durch c ersetzt, auchbei der Vorpartikel ca, wo die Exhortatio schwankt. Inlautendbleibt g in beiden Denkmälern unverändert. Das anlautende hgewährt der erste noch in der Verbindung mit r und n, hruckiE 10. 11. hrindir F 3. hros F 13. hnapf G b 19: bei demzweiten ist h abgefallen, weo H 15. wanna H 16. 17. weli-heru H 18. war H 21. waz H. 21. 23. wanta I 8. hh, dasin der Exhortatio nicht vorkommt, bei beiden, chinnapahhunD 19. laahhi E 14. fulihha F 18. sihhilä G c 13. lahhanG a 22. tunihhä G a 24 (wo es dem c entgegengesetzt wird),stähhi H 8. Im Auslaut einfaches h, pröh G b 2. 3. hantscohG b 6. stih H 9.

4. Bei den Lingualen halten beide an der gewöhnlichenalthochdeutschen Regel fest. Die Tenuis entspricht im Anlautder alten Media, nur nicht in dem fremden tunihhä G a 24;ebenso im Inlaut und Auslaut: selbst das aufgenommene cheminätäG a 9 setzt die Tenuis. Die Media ist gleich der alten Mediaund Aspirata. Anzumerken ist die Gemination in capretta G" 19und mutti H 4. 5; auch die fehlerhafte in sitte F 6 erscheint,von welcher in der Grammatik l 2 , S. 168 die Rede ist. z isteinmal durch c bezeichnet in cimbar G" 17.

Aus diesen Zusammenstellungen folgt dass der erste Schreiber,der das nicht umgelautete a kennt, e durch ae ausdrückt unddie langen Vocale mit zwei kurzen bezeichnet, mehr Alterthüm-liches gewährt als der zweite. Vielleicht hatte der erste eineältere Quelle vor sich, die wohl noch in das siebente Jahr-hundert gehörte: der zweite zeigt, gleich der Casseler Hand-schrift der Exhortatio, die Sprachformen des achten und schwanktdabei noch mehr; er ist übrigens nicht, wie man bei der Ähn-lichkeit der Schriftzüge vermuthen könnte, der Schreiber derExhortatio, der etwa die Feder wieder genommen hätte, denner unterscheidet sich in der Orthographie: so setzt er z. B. hh,was, wie schon vorhin bemerkt ist, dort nicht vorkommt.