Druckschrift 
3 (1883)
Seite
379
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EXHORTATIO AD PLEBEM CHRISTI AN AM. 379

kapot (D 10) kawinnan (D 14). Im Inlaut bleibt, wie inanderen Denkmälern, die alte Media ungestört, intfangan (A 6)eigut (A ß) jungirön (A 10) pifangan (A 14) tagin tage (C 16.D 8) urgepan (C 17. D 9) ilunga zilunga (D5) magun (D 13),daher auch in Css. eogaliher (C 9) neben calih (D 1). Dasauslautende g in sculdig (C 13) ist anzumerken, und mager(B 17) neben mac der (C 1). In tictöta (B 1) behält Css.das lateinische c bei, während es Mch. in h wandelt, wie dasGothische schon in nahts und raihts gethan hat (Grammatik l 2 ,S. 191). Graff führt (5, S. 379) nur die Form von Css. anund sondert den Begriff von dihtön, wogegen Mch. streitet.Beide haben cahucti (B 19) cahuctliho (A4), aber in eineranderen Stelle (B 7) hat Css. hucti und Mch. gahuhti.

Das anlautende h erscheint verbunden mit 1 noch in hloset(AI) und mit w in hweo (B 8): dagegen ist es in weo (B 18.C 1) und wanta (C 8. D 10) abgefallen. Im Inlaut zeigt keinevon beide Handschriften hh und Css. auch für ch immer eineinfaches h, also cahuctliho (A4) mihiliu (A 13) susliherä (B 2)eogaliher (C9): dagegen schwankt Mch. einige Mal in ch überund schreibt kahuctlicho michilu. Im Auslaut gebrauchen

beide allzeit h, wovon überhaupt (Grammatik l 2 , S. 186) Aus-nahmen selten vorkommen, also sih (B 8) noh (B 18. C 5.D 15) auh (B 13. D 1. 3) calih (Dl). Die inlautende Ver-bindung ht schreibt Mch. zwar in rihtida (A 2) tihtöta (B 1)gahuhti (B 7), wie es gewöhnlich geschrieben wird, doch zwei-mal th, truthine (A 9) maihin (B 6).

Die Wandelung des j in g, die Grammatik l 2 , S. 187. 188erläutert ist, zeigt pigehanne (B 5).

Css. schreibt quidit (B 8), Mch. chuidit; vergl. Gram- 436matikl 2 , S. 196. 13

5. Die Linguales behandelt Css. regelmässiger als Mch.Css. setzt die Tenuis im Anlaut statt der gothischen Media:Beispiele sind nur truhtin (A 9. B 14) und tagin tage (C 16.D 8). Ebenso die Tenuis im Inlaut statt der gothischen Mediaoder Aspirata, in capetes capete (B 14. 15) gaotes (C 14) canaotit(D9): so ist zu beurtheilen wanta (C 8. D 10) und sunteönö(D 14). Ferner in den Endungen -ta wie thictöta (B 1) ca-