376 EXHORTATIO AD PLEBKM CHRISTIANAM.
kommt, wird Grammatik l 2 , S. 791 mit zuei zusammengestellt.Diu erscheint als instrumentalis, pi diu (C 6) und, wenn dieBesserung richtig ist, za diu (B 3): aber nicht diu im Nom.Sing. Fem., denn der Artikel fehlt bei rihti und chundida(A 1. 7). deisu (B 1. 9) Acc. PI. N. entspricht jenem dei(vergl. Grammatik l 2 , S. 795. Graff 5, S. 77).
3. Das organische ai einmal in Css., maistron (A 16), in433 Mch. das gewöhnliche meistron; vergl. Grammatikl 3 , S. 103. Auf-
9 fallender ist in Css. heli (Dil), da sich die Umwandlung desei in e vor 1 sonst nicht findet: doch führt GrafF 4, S. 865 ausden S. Galler Glossen ein gleiches heli an und aus einer Glossedes 10—11 Jahrhunderts hei; auch hier zeigt Mch. das ge-wöhnliche heili. Ferner haben beide eigut (A 6) christanheiti(A 17) caheilit (B 11) caheizit (C 14). Also in Css. dreifacheSchreibung desselben Lauts, ai ei e.
4. au ist fest gehalten und geht niemals in das gemein-althochdeutsche ou über, mithin calaupa (A 2. 11. B 10. C 2. 4.D 10) galaupenne (B 4 Css.) galaupjan (B 4 Mch.) auh(B 5. 13. D 6) taufi (C 12. D 7).
5. hweo weo (B 8. 17) in Css\ und Mch., aber Css. hatauch einmal (C 1) we, das Graff (4, S. 1192—1193) aus unseremDenkmal nicht anführt, wohl aber aus zwei anderen, eo (C 8)und eogaliher (C 9) in Css. und Mch.
6. Css. schreibt purgeo (C 3) und sunteono (D 14), Mch.purgjo suntjöno.
7. i in Partikeln und Flexionen ist nicht ein einziges Malzu e verdünnt, lirnen (B 18) calirnen (D 5) in Css. und Mch.
8. Das gewöhnliche aus edo entstandene odo haben beidean einer Stelle (C 1), an einer anderen (C 3) zeigt Css. ado.Graff führt (1, S. 147) diese Form nicht an, aber aus denGlossen des Hrabanus aodo: man kann darin eine Annäherungzu aide erblicken; vergl. Grammatik 3, S. 60. 274 — 275.GrafF 1, S. 246. 247. demo (A 8. C 16 Css.) nicht abgeschwächtin deme, wie C 16 bei Massmann steht, denn da ist es Lese-fehler.
9. Css. gebraucht einige Mal ein diphthongisches wurzel-haftes ao statt 6, wovon Grammatik l 3 , S. 104 die Rede ist,