342 ATHI^ÜND PROPHILIAS. WEITERE BRUCHSTÜCKE.
nach in das Ende des 13. oder in den Anfang des 14. Jahr-hunderts fallen, die Halberstädter Stücke scheinen älter; beidehaben jedoch einen ziemlich guten Text.
Ihrem Inhalt nach gehören diese Bruchstücke in den vor-deren Theil des Gedichts, und zwar A b und A 1, in den fünftenAbschnitt, wo Propbilias für Athis öffentlich auftritt und seineSchuld übernehmen will, weshalb ein Wettstreit zwischen beidenFreunden entsteht (Einl. S. 39 [S. 256]). Die zwei anderen Blätterfolgen bald darauf, in A d spricht Prophilias (hier immer Porfiliasgeschrieben) bei seinem Vater Evas zu Gunsten seines Freundes,und in A° erblicken wir diesen bereits in dem Hause des Römers.Prophilias erzählt die früheren Ereignisse und was Athis fürihn gethan hat: dann bringt er ihn zur Cardiones, die ihn freund-lich empfängt. A** hat in dem neunten Abschnitt seine Stelle(Einl. S. 41 [S. 259]), Bilas trifft vor dem Beginn der SchlachtAnordnungen und ertheilt seinem Verwandten Aimon, dessenNamen wir noch nicht kannten, den Auftrag, die Gayete inSicherheit zu bringen und auf die Strasse, die nach dem Meerführt, zuleiten. Der herzöge vonMontir, der hier zuerst ge-nannt wird, gehört wahrscheinlich zu dem Heer des Bilas. Athis,der natürlich auf der Seite der Römer kämpft, bindet seinenHelm auf und hängt den Schild um den Hals. Dann befindenwir uns schon mitten in der Schlacht. Aimon ist wieder zu-rückgekehrt, hat also die Gayete allein gelassen, die sich, wiewir aus dem französischen Gedicht wissen, in einen Waldverbirgt,n Ich lasse einige Bemerkungen zu den einzelnen Stellen des
Textes folgen.
A" 1 —10 spricht Prophilias. 1. mit odeler varwe. waren
Halberst. 2. geschipnisse, bei Lambr. Alex. 274 gescafnisse,
im Morolt 2, 73 gescheffnis. Herbort gebraucht diese Ableitunghäufig, im Rein-Hochdeutschen ist sie selten. Die äussere Ge-stalt, das Aussehen ist gemeint. 3. swe für swie, ebensowe 20, de A° 2. 3. 6. 15. 16, A a 2. 3, A° 6. 12. 27. 42. 44.45. 46. le A e 46. ve wie A" 47 zu lesen ist. Ferner screfA a 10. untfenc A e 48. ovele gevar von blasser Farbe, wieÄneide 10336. ovele auch A° 12. Ebenso dorch A c 10, A e 3. 15.