ATHIS UND PROPHILIAS. WEITERE BRUCHSTÜCKE. 341
anderen als die Meusebachischen Bruchstücke sind: sie enthaltengenau dasselbe, nicht mehr, nur einiges weniger. Wo sie gegen-wärtig sich befinden, weiss ich nicht: in Halberstadt habe ichmich vergeblich danach erkundigt. Hätte ich sie erlangenkönnen, so wäre das Unlesbare durch Anwendung eines Reagenswahrscheinlich herausgekommen. Meusebachs Abschrift ist imGanzen sorgfältiger und genauer als die Halberstädter, dochscheint diese neben offenbaren Lesefehlern einige Male den Vor-zug zu verdienen. Ausser dieser Abschrift von vier Bruch-stücken erhielt ich ebenfalls aus der Meusebachischen Bibliothekdie Hälfte eines Pergamentblattes, das hier unter A** abgedrucktist. Es mag als Vorsetzblatt an der inneren Seite eines Bücher-deckels gedient haben: man sieht noch die Spuren des Ledersauf der losgerissenen ersten Spalte der Rückseite, auch ist dieSchrift dadurch beschädigt worden, und ohne Anwendung desReagens würde manches unlesbar geblieben sein; das nicht ganzSichere ist in dem Druck mit kleinerer Schrift bezeichnet. Wiees scheint, war das Buch in Octavformat, und deshalb warddas breite Pergamentblatt umgelegt und die Hälfte davon alsfreies Blatt vorgesetzt. Auf der zweiten Spalte der Rückseite,quer an dem äusseren Rand neben Z. 77—85, steht mit derioSchrift des 15. oder 16. Jahrhunderts »Westfall . . . to (wahr-scheinlich justo, und vor der zweiten Zeile ist jure abgeschnitten)possidet hunc libellü«. Ohne Zweifel war es eine Handschriftin Folio. Etwa die Hälfte des Blattes ist weggeschnitten undzwar die untere, denn der obere Rand ist vollständig erhalten,und die Anfangsbuchstaben jeder Spalte, die aber keinen Ab-schnitt bezeichnen sollen, sind mit schwarzen geschmacklosenZieraten bis an den Rand hinaufgeführt, während die Abschnittedurch rothe, aber kleinere Buchstaben unterschieden sind; dieAnfangsbuchstaben der Eigennamen sind roth durchstrichen.Dass dieses Blatt zu einer anderen Handschrift gehörte als dieHalberstädter Bruchstucke, zeigt schon hinlänglich die Ver-schiedenheit der Schreibung, aber auch äusserlich unterscheidensie sich, da in jenen die zweite Zeile regelmässig eingerückt ist.Beide Handschriften erreichen weder das Alter noch die Vor-züge der Berliner: das Pergamentblatt mag den Schriftzügen