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3 (1883)
Seite
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270 ATHIS UND PROPHILIAS.

und zur Schau getragene Tugenden. Beide Freunde vergiessenThränen bei dem Anblick der Gefallenen, aber wie geschickt

374, 237S. er hete eines lewen hüt gemachet zeime schilde Aneide 5039-5040.schilt — ungehütet unde unbezogen Aneide 8753. sin schilt was von härmenwiz, an dem lac vil grozer vliz von zobel drüf geslagen Wilhelm von Orions1042—1044. üzer purper üf den schilt was ein richez dach geleit Turniervon Nantes 58, 2. 3. den schilt den fuorte er unde truoc verdecket mithermine, Turnier von Nantes 73, 2. 3, 86,6.* Im Waltharius 1034—1035wird der Schild von einem Stein zerschmettert, sed retinet fractum pellis super-addita lignuni. Eine mouwe zur Schilddecke erhalten zu haben, gewährteübernatürlichen Schutz und galt zugleich als ehrenvolle Zierde, wie Gahmuretdas Hemd der Herzeloyde über sein Panzerhemd zieht (Parz. 101, 9—13):deshalb wird die mouwe im Lauzelet 4432 ze einer hübscheite, Herbort 9510zeime kleinöte getragen und in dem niederländischen Gedicht (182) die Bittegestellt om ene scönhede (vgl. Dietleib 12473—12480). « Parz. 371, 28—30,373, 18. 374, 20; vgl. 375, 11; Wilhelm 19, 27. 382, 19. * Im Erek werdendrei Schilde nach einander beschrieben, deren jeder mit einer mouwe über-zogen ist: entweder werden drei rechte Ermel als Liebeszeichen vorausge-setzt, von denen nichts gesagt ist, oder das Wort bezeichnet, ohne jene Be-ziehung, bloss die ritterliche Schilddecke; ebenso im Lanzelet, wo 6305 dermouwe von zobel auf dem einen Schild Erwähnung geschieht und unmittelbardarnach bei dem anderen 6306 nur von der Pelzdeckc die Hede ist. AuchEngelhart 2560 ist der stüchen decke zu lesen. Mouwe wird im Lanzeletschwach decliniert, bei den anderen stark: darnach ist Erek 2297 zu bessern,und 2311—2313 lese ich des bestuont der mouwe innerhalp ein frouwo änevor dem ortet)- Unter der Decke nämlich stand das Bild einer Frauals Schildzeichenf): es war nur an dem Ende etwas davon zu sehen.Schildes ort Lohengrin 54, 113. Turnier von Nantes 103, 2. 111, 1. Lichten-stein 187, 14 oben da des Schildes ort mir dact daz winster ahselbein.* NachKirchbergs Reimchronik Cap. 29 soll Pribislav von Mecklenburg in der Mittedes dreizehnten Jahrhunderts das gemalte Bild einer Jungfrau auf dem Schild3 94 geführt haben: aber in den Jahrbüchern des Mecklenburgischen Vereins 105° S. 29, wo die Stelle mitgethoilt ist, wird wahrscheinlich gemacht, dass dieseAngabe auf einem Missverständnis beruhe, und da sonst nirgend, soviel ichweiss, eine menschliche Gestalt als Schildzeichen vorkommt (* eine Jung-frau im Schild und auf der Fahne Wilh. v. Üstr. Bl. 42 b . 76 b . S4\ S9 a , auf demHelm Bild einer schönen Frau, Simrock Rheinland S. 53; (schilt) dar aneiner frouwen bilt was von gokle erhebt dem gelich als ob oz lebt, Beliard 1468;ein nacket kind, Amor der wilde Alexander Ms. Hag. 2, S. 365": sireneApollon. 487. 5320. 12422. (auf dem banier 12480) 17676. vgl. Parz. 30, 26.vgl. Benecke Wörterb. v. Ermel. Weinhold Frauen S. 442.*), so vermuthe ich,dass im Erek houwe herzustellen ist (* Lohengr. 138, 548 auf den Schildenaks parte houwe und ruote *); es stand nur eine Haue auf dem Schild, vonwelcher nur das scharfe Ende über die Decke ragend sichtbar war. Ich will

■f) [Jacob Grimm setzt dazu ein Fragezeichen.]