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3 (1883)
Seite
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ATHIS UND PROPHILIAS. 259

zurückweisen könne. Man bietet dem Könige grosse Schätze,wenn er abstehen wolle: aber Bilas fordert seine Braut undschwört sich zu rächen, wenn man sie ihm vorenthalte. Jetztertheilt man dem Evas den Rath, sein Wort zu halten und nichtzu beachten, was Prophilias vorbringe, sondern seine Tochterdem Könige zu geben. Evas zeigt sich diesem Vorschlag ge- 385neigt, kehrt zurück und stattet Bericht ab; dann begibt er sich 41zur Buhe.

9. In der Nacht berathen sich die Übrigen, was zu thunsei; man kommt überein, bei Freunden und Verwandten umBeistand zu bitten. Am Morgen sind schon viertausend ver-sammelt. Sie ziehen aus der Stadt und legen sich in einenHinterhalt, um die vorüberziehende Gayete aufzuheben. Pro-philias, der noch weitere Verstärkungen erhalten hat, trenntsein Heer in zwölf Abtheilungen. Bei Anbruch des Tages be-fiehlt Evas seiner Tochter, sich fertig zu halten, weil er sie demKönige Bilas bringen wolle. Gayete wählt die schlechtestenKleider, aber Evas nöthigt sie, die prächtigsten zu nehmen.Man steigt zu Pferd, und auf einem Nebenweg gelangt Gayetein das Lager des Königs, der sie nach freundlicher Begrüssungalsbald unter Begleitung von hundert Rittern in sein Reich ab-sendet. Das übrige Heer geht voran oder folgt. * (A* A**) *Prophilias mit seiner Schar greift den Zug an und siegt: aber bGayete wird nicht gefunden, weil sie von einem Ritter weggeführtist. Die Feinde erhalten Verstärkung und setzen ihren Weg fort,gerathen aber in den Hinterhalt, in welchem Athis liegt. Gayetebirgt sich während des Kampfes im Wald. Athis sucht sienach allen Seiten: er findet ihr Pferd und ihren Mantel; beideshatte sie zurückgelassen. Endlich erblickt er sie unter einemOlivenbaum, hebt sie auf sein Pferd und bringt sie zu den Sei-nigen. Dann eilt er dem mit Bilas kämpfenden Prophilias Beistandzu leisten. Die Römer, von der Überzahl der Feinde erschreckt,haben sich eben zur Flucht gewendet: aber als Athis an derSpitze einer beträchtlichen Schar erscheint, fassen sie wiederMuth. Bilas wird vom Pferd geworfen und nur mit Mühe cwieder hinaufgehoben. Seine Leute fliehen und werden bis inden Wald verfolgt. Athis und Prophilias kehren auf den Kampf-

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