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3 (1883)
Seite
248
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948 ATHIS UND PROPHILIAS.

ganz in der Weise der Volksdichtung verfasst hat: überhauptgilt es von allen strophischen (* dieser Ausdruck war zu ver-meiden: es sind die trades monorimes gemeint *) Gedichten, soweit sie mir bekannt sind, also vom Fierabras, den Aymons-kindern, Bertha, Carls Zug nach Jerusalem, dem Sachsenkrieg,Gerhard von Viane, Agolant, Aubri, Ogier, Garin von Loth-ringen. Wenn es sich einmal fügt, was doch selten ist, dasszwei Zeilen als Frage und Antwort aufeinanderfolgen und dieSprechenden nicht genannt sind (z. B. Garin 1, 274. 2, 105.Gerhard von Viane 1540), so darf man jene Manier noch nichtdarin sehen. Sie erscheint zuerst bei Gedichten, die fremdeSage einführen, denn die vorhin genannten fallen sämmtlich derkärlingischen anheim, überhaupt bei denen, die in Reimpaarenmit kürzeren Zeilen abgefasst sind. Ich finde sie bei Christianvon Troyes, und zwar mit Sicherheit, wie eine herkömmlicheForm, gehandhabt, in den Bruchstücken aus Perceval,' die Villc-marque in den Contes Bretons 2, 266286 mitgetheilt hat,

* aber nicht im Chevalier de la charrette, * doch auch im Iwein376 (Kellers Romfahrt 525, 610. 564, 1519. 566, 5, 572, 21).32 Christians Blüthe beginnt in der Mitte des zwölften Jahr-hunderts und endigt im Jahr 1191. Man könnte vermuthen,dass er, den man, ich weiss nicht ob mit Recht, an die Spitzeeiner neuen Ausbildung der Kunst setzt (Roquefort de l'etat dela poesie francoise dans les XII e et XIII 0 siecles p. 20), auchdiese Manier anfgebracht habe: allein sie begegnet auch beiGautier von Arras (Eracles 4304 4306), der leicht älter seinmag, wenn die Gründe, weshalb Massmann sein Gedicht in dieJahre 11491153 setzt, sich bewähren;- Paulin Paris (les manu-scrits francais de la bibliotheque du roi 3, p. 220) scheint esnoch weiter zurückzuschieben. Sie zeigt sich ferner in demaltfranzösischen Tristan (1, 204, Zeile 42544258 bei Michel),

* in dem Roman de Florimont von Aime von Vacennes, Hollandin Pfeiffers Germania 1, S. 241* und in dem von Bekker heraus-gegebenen Flor und Blancheflor (677682).

Auch die Anwendung der Parenthese, zumal in solcherunnatürlichen Ausdehnung, wie sie im Athis F 95103, vor-kommt, scheint den französischen Dichtern abgelernt. * Holland