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3 (1883)
Seite
235
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ATHIS UND PROPHILIAS. 235

C 52. virwern das heutige »verwehren« finde ich nur alt- chochdeutsch, Sprachschatz 1, S. 928 farwerjan; Schmeller 4,S. 129.

60. waleveige und C 75 reveige: in den alten Gesetzenkommt hrevavvunt vor (Sprachschatz 1, S. 897) und in denNibelungen 2237, 3 rewunt, wo die Lesart reuwige nach Lach-manns Vermuthung für reveige steht.

78. ane houbitin. 183. halbin, das in der Grammatik 3,S. 138 nicht konnte nachgewiesen werden, steht auch Fund-gruben 1. 159, 6.

92. isinvare. 118. virmissin. 130. sich missestellin.

138. 141 irmannin neuen Muth fassen. Sprachschatz 2,S. 753 steht ze irmannine*) ad clarificandum (humiles), und dasheutige »sich ermannen« ist bekannt; wie hier intransitiv stehtim Theuerdank Cap. 38, 70 da ermant er wider, und aus einerin den Anfang des vierzehnten Jahrhunderts gehörigen Hand-schrift habe ich mir angemerkt der guote man ein teil erschrac,idoch ermannet er dräte. 164. wandiln.

D 20. F 52. ersam im Sprachschatz 1, S. 446: hernach dgewährt es Albertus Ulrich 256. Die Kaiserchronik Bl. 33 b .Heinrichs vom Türlein Krone 71 b , *Passional 120, 77. 133, 19.K. Roths Denkm. 55, 298* und eine alte Beschreibung vonChristi Gestalt (Haupts Zeitschrift S. 574): sonst ist es mirnicht begegnet, auch nicht bei denen, welche Bildungen mitsam zulassen, überhaupt nicht in der reichen Zusammenstellung,die Haupt zu Engelhart 1185 geliefert hat; im fünfzehnten Jahr-hundert kommt es wieder zum Vorschein (Wackernagels Lese-buch 1. 1029, 7), sowie es heute, zumal im Kanzleistil fort-dauert. Oberlin hat S. 351 ebenfalls aus späterer Zeit die 366Substantive ersame, ersamkeit. Weniger selten ist sorcsam: zu 22den von Haupt gegebenen Beispielen füge ich noch Kaiser-chronik Bl. 3\ 101 a und Ortnit IV, 17.

73. F, 150. sichein, dem Althochdeutschen fremd, erscheintnur in mitteldeutschen Gedichten; Beispiele Grammatik 3, S. 41.* Benecke Wörterb. S. 423. *

*) [1. irmarinne. Jacob Grimm.]