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3 (1883)
Seite
179
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DIE SAGE VOM URSPRUNG DER CHRISTUSBILDER. 179

Euagrius, der in die zweite Hälfte' des sechsten Jahrhundertsgehört. In diesem Jahrhundert ist, wie es scheint, erst dieSa^e von einem nicht von Menschenhänden gemachten Bildaufgekommen. Damit ward die bis dahin ausgebildete Gestaltfestgesetzt, und eine wesentliche Abweichung von dem einmalangenommenen Typus schwierig. Ziemlich entschieden scheintmir dieser schon in dem vorhin angeführten Bildnis aus demCoemeterium des heiligen Pontianus, und damit, besonders indem idealen Ausdruck, stimmen zwei von neugriechischenKünstlern gemalte, in der vatikanischen Bibliothek bewahrteChristusbilder überein, die in das neunte oder zehnte Jahr-157hundert gehören mögen. Sickler gedenkt ihrer S. 190. 191,und das ältere ist bei ihm abgebildet (No. 5).

Hier rede ich wohl am schicklichsten von den DarstellungenChristi auf Mosaikgemälden. Als die älteste wird der Christus-kopf in der lateranischen Basilika betrachtet, den man in dieZeiten Constantin des Grossen (der auch eine Bildsäule vonChristus soll errichtet haben; vgl. Munter 2, S. 24) setzt. Er istabgebildet bei Serroux d : Agincourt (Bd. 5, Taf. 16), besser beiValentini (la patriarcale basilica lateranense. Roma 1834, T. 2,Tab. 30). Christus erscheint hier mit langem hagerem Gesicht,schlichtem über der Stirne gescheiteltem, herabhängendem Haarund getheiltem Bart. Nicht selten sind alte musivische Gemäldein Italien, vorzüglich in den Kirchen zu Rom oder Ravenna:sie beginnen mit dem fünften Jahrhundert (vgl. Bunsen Be-schreibung von Rom 3", S. 451) und gehen bis in das achte undneunte. Die ältesten können ebensowohl von griechischen alsitalienischen Künstlern herrühren, da nach Rumohrs gewissrichtiger Bemerkung (Kunstblatt 1821, S. 34) beide im Stilnicht verschieden waren und auf gleicher Bildungsstufe standen.Man findet ziemlich zahlreiche, aber höchst unvollkommeneNachbildungen bei Ciampini (vetera monumenta. Romae 1747);die wichtigeren Christusbilder suche man T. 1, Tab. 45.76.77,T. 2, Tab. 17. 19. 23. 28. 37. 39. 41. 47. 48. 50. 52. Besser er-kennt man diese Kunstwerke aus den genaueren, auch dieFarben wiedergebenden Abbildungen in einem eben begonnenenWerk von Henry Galy Knight (the ecclesiastical architecture

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