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3 (1883)
Seite
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170 DIE SAGE VOM URSPRUNG DER CHRISTUSBILDER.

nach Constantinopel gebracht wurde. Es war auf einem Dach-ziegel (ev xEpa'[xcp) zu Hierapolis gefunden, und Zonaras nenntes tspov xoel östov sxtUTttujxa.149 »So laute die Erzählung vieler«, sagt Constantin, fügt aber

die abweichende anderer hinzu. Als Christus den Weg zumKreuzestod angstvoll geht und der Schweiss in blutigen Tropfenüber sein Angesicht rinnt, nimmt er von einem seiner Jüngerein Stück Leinewand, und indem er sich abwischt, wird seingöttliches Antlitz darauf abgedrückt. Thomas bewahrt das Tuch,und nachdem Christus gen Himmel gefahren ist, übergibt eres, wie ihm befohlen ist, dem Thaddäus, der dieses nicht vonHänden gemalte Bild (ttjv d^stpo-fpacpov exjxopcpcooiv) dem Abgarusbringen soll, damit erfüllt werde, was ihm der Herr in seinemBrief verheissen hatte. Thaddäus weilt in Edessa anfangs beieinem Juden Namens Tobias und will sich erst durch Wunderdem Abgarus bekannt machen. Er heilt die Kranken blossdurch Anrufung Christi. Als Abgarus von ihm hört, hofft er,der Fremde sei der, welchen ihm zu senden Jesus in dem Briefversprochen hatte; er heisst ihn also vor sich bringen. Thaddäuserhebt, indem er sich nähert, das Bildnis auf seine Stirne, undals er eintritt, geht ein so leuchtender Glanz von seinem Ant-litz aus, dass Abgarus ihn nicht ertragen kann, sondern er-schreckt und ohne an die Lähmung seiner Glieder zu denkenaufspringt und dem Apostel entgegengeht. Er nimmt dasTuch, deckt es auf sein Haupt und seine Glieder und fühltsich sogleich gestärkt. Der Aussatz fängt an zu schwinden,nur auf der Stirne bleiben Spuren zurück. Als Thaddäus ihnim Christenthum unterwiesen und in Christi Namen die Händeauf ihn gelegt hat, schwindet die Krankheit immer mehr, undals er endlich getauft ist, erhält er völlige Gesundheit und Rein-heit zurück; sogar die kleinen Spuren des Aussatzes ver-schwinden von der Stirne. Abgarus wird nur durch dierömische Oberherrschaft abgehalten, die Juden zu bekriegen.

Was sonst noch Constantin von der Verehrung, die Abgarusdem Bilde erweist, und von den weiteren Schicksalen desselbenerzählt, gehört nicht hierher, auch nicht was er und anderevon den Wundern berichten, die dadurch, vorzüglich in Kriegs-