DIE SAGE VOM URSPRUNG DER CERISTUSBILDER. \%q
sieht auf die gleich zu erwähnende angelsächsische und anderehernach folgende Erzählungen opajxa (Ae-fa) dem Abgarus ent-gegen, den dieser allein bemerkt, nicht die Umstehenden.Thaddäus gibt sich als den zu erkennen, der von Jesu gesendetsei, und sichert ihm, wenn er vollen Glauben habe, die Er-füllung aller Wünsche zu. Abgarus erwidert, er habe so festan Christum geglaubt, dass er die Juden, die ihn gekreuzigthätten, würde vernichtet haben, wäre er nicht durch Furchtvor der Macht der Römer zurückgehalten worden. Thaddäuslegt im Namen Christi die Hand auf ihn, und in dem Augen-blick ist er von seiner Krankheit geheilt. Das ist der kurzeInhalt einer ausführlichen, auf öffentliche Denkmäler sich be-rufenden Erzählung des Eusebius (f 340) in der hist. eccl.lib. I, cap. 13, wo man zugleich den Brief des Abgarus unddie Antwort darauf in einer Übersetzung aus dem Syrischenfindet.
Mit Eusebius stimmt eine angelsächsische Erzählung (Müller,collect, anglosax. p. 1 — 4), nur dass sie viel kürzer ist undNebenumstände auslässt. Weder Thomas noch Tobias kommendarin vor. Hier wird gesagt dass Abgarus auf dem Antlitzdes Thaddäus einen leuchtenden Glanz (sume scinende be-orhtnysse) gesehen habe.
Euagrius (f 593) beruft sich (hist eccl. 4, p. 26) auf Eu-sebius, aber auch auf Procopius. Er fügt der Sage einen neuenUmstand hinzu. Ein nicht von Menschenhänden sondern vonGott gemachtes Bildnis (sü-xwv &s6teu-/to?) wird von Christusdem Abgarus, der ihn zu sehen gewünscht hatte, zugesendet.Euagrius erzählt umständlich wie hernach Edessa durch diesesBild gegen den persischen König Chosroes sei geschützt worden.
Papst Gregor II berührt (um das Jahr 726) in einem 147Schreiben an Leo den Isaurier den Briefwechsel zwischenAbgarus und Christus und das wunderbare dem Könige vondem Heiland zugesendete Bild.
Nähere Nachrichten von der Entstehung des Bildes gibtJohannes von Damascus (f um das Jahr 760). Hier ist wedervon der Krankheit des Abgarus noch von seinem Brief anChristus und dessen Antwort die Rede, sondern Abgarus, von