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3 (1883)
Seite
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142 DIE SAGE VOM URSPRUNG DKR CHRISTUSBILDER.

aus, »dass ich sein Antlitz sähe! ich wollte seinen Tod anseinen Feinden rächen«. Als er diese Worte gesprochen hat,fällt der Krebs von seinem Antlitz herab, und er ist frisch undgesund. Nathan tauft ihn und gibt ihm den Namen Titus.Er entbietet hierauf den Vespasianus, seinen Kriegsgenoss(fyrdgemaca) zu sich, der mit siebentausend Gewaffneten kommtund gleicherweise bekehrt und getauft wird.

Titus und Vespasianus segeln hierauf mit ihrem Heernach Jerusalem und verwüsten das jüdische Land. Der er-schrockene Herodes übergibt seinem Sohne Archelaus das Reichund ersticht sich mit seinem eigenen Speer. Archelaus schliesst125 sich mit acht Unterkönigen und allem Volk in Jerusalem ein.Sieben Jahre lang werden sie belagert, in dem achten entstehtso grosse Hungersnoth in der Stadt, dass sie Erde essen. Dasagen die ältesten Krieger: »es ist besser dass wir uns selbsttödten, als in die Hände der Römer fallen«. Sie gürten ihn;Schwerter um, kämpfen mit einander, und es werden elftausendan einem Tage erschlagen. Die Leichen können nicht be-graben werden, und der Geruch fällt bei der grossen Hitzeunerträglich. Da bringt das Volk, das den entsetzlichsten Todvoraussieht, dem Titus und Vespasianus die Schlüssel der Stadt.Die Rache für Christi Tod bleibt nicht aus. Einige werdengebunden aufgehängt, die Füsse oben, das Haupt unten: die,welche den Mantel Christi in vier Stücke zertheilten, werdengeviertelt: die übrigen werden verkauft, jeder für dreissigPfennige, weil sie den Heiland für dreissig Pfennige von Judasgekauft hatten.

Nachdem das ganze jüdische Reich unterworfen ist, forschenTitus und Vespasianus eifrig, ob nicht jemand ein Kleinod vondem Heiland besitze. Sie hören dass Frau Veronix als eineeifrige Anhängerin Christi betrachtet werde und dieselbe Frausei| die er vom Blutfluss geheilt habe. Sie besitze auch einStück von seinem Kleid, das sie hoch halte und auf dem sichsein Antlitz befinde. Sie berufen diese Frau zu sich, und nach-dem Pilatus in Fesseln nach Damascus gebracht ist, senden sieBoten nach Rom an den Kaiser mit der Bitte, er möge denVolosianus, seinen Verwandten, nach Judäa senden: er werde