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3 (1883)
Seite
136
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336 WITEGE MIT DEM SLANGEN.

In den dänischen Liedern, wie in dem schwedischen (beiArwidsson 1, 16) wird der Helm Blank genannt. Seltsam istdiese Verwendung des Adj. für einen Eigennamen, aber siebestärkt mich in der Vermuthung, dass er aus Slange entstandenist, weil man diesen Namen für einen Helm sich nicht zu er-klären wusste. Es würde damit stimmen, dass in dem ältestenZeugnis, im Biterolf (Heldens. 147. 148), der Helm selbst Limmeheisst, wenn ich dieses unverständliche Wort durch Lindwurmrichtig erklärt habe. Die Stelle im jüngeren Titurel (Heldens. 173)Witege mit dem slangen entscheidet hier nichts.

Freilich konnte der ganze Helm den Namen Slange führen,wenn eine Schlange darauf eingegraben war, aber eine Stellein dem Gedicht von Ecke nach der Bearbeitung Kaspars vonder Röhn (Heldens. 226) leitet mich auf eine weitere Vermuthung.Ecke spricht hier zu Dieterich von Bern:

helt, wiltu mich bestän?

der heim und den ich üffe hau,

den wirkt Wielant mit sitten.

in sant ein künec her über mer:

er revacht ein künecrich mit der wer.

guldin ist er in mitten.

läz dir von dem helme sagen,

ob dich dar nach belange.

er ist so meisterlich beslagen, .

guldin sint im sin spange;

dar in verwirkt ein wurmes schal.

swie vil man swert drüf sliiege,

da von gewint er doch kein mal.

Diese Strophe findet sich nicht in dem Lassbergischen Text(wiewohl Str. 78 von dem Helm die Rede ist), noch in demStrassburgischen und Augsburgischen Druck, allein Kaspar vonder Röhn hat sie ohne Zweifel in seiner Quelle vorgefunden.Zwar ist nicht von dem Helm Wittichs die Rede, aber doch251 von einem, den Wieland geschmiedet hat und der ganz gleicherArt scheint gewesen zu sein. Nicht eine Schlange war alsZeichen darauf eingegraben, sondern die schuppige Haut einerSchlange hinein verarbeitet, die dem Stahl die übernatürlicheStärke verlieh, so dass kein Schwert nur eine Spur darauf